
Historischer Blick auf die ReformationAntiquariat Buchbasalt beleuchtet Anfänge der Reformation in Hessen
ALSFELDER (ol). Am 26. Juni sprach Dr. Dirk Richhardt im Alsfelder Antiquariat Buchbasalt über die Anfänge der Reformation in Hessen. Im Mittelpunkt standen Landgraf Philipp I. von Hessen und die Homberger Synode von 1526. Der Historiker gab einen Einblick in die historischen Hintergründe und die Bedeutung der Ereignisse. Im Anschluss wurden Fragen der Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre diskutiert.
Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Homberger Synode“ gab der Historiker Dr. Dirk Richhardt am vergangenen Freitag im Alsfelder Antiquariat Buchbasalt einen informativen und unterhaltsamen Einblick in die Zeit der Anfänge der Reformation in Hessen, berichtet das Antiquariat in einer Pressemitteilung.
Dr. Richhardt, Vorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, betonte zu Beginn, dass „Reformation“ im Sinne einer „ständigen Erneuerung, um dem Wort Gottes gerecht zu werden“, bereits seit den Kirchenvätern zum Wesen der christlichen Kirche gehöre. Auch vor der Zeit Luthers habe es immer wieder entsprechende „reformatorische“ Strömungen in der Geschichte gegeben. Als Beispiel nannte er unter anderem die franziskanische Armutsbewegung zu Beginn des 13. Jahrhunderts, deren herausragende Persönlichkeit in Hessen Elisabeth von Thüringen gewesen sei.
Im Mittelpunkt des mit entsprechenden Bildern unterstützten Impulsvortrags des Referenten stand die Person Philipps I. von Hessen, genannt der Großmütige, und seine entscheidende Rolle bei der frühen und konsequenten Umsetzung reformatorischer Ideen Luthers in Hessen. Dabei beleuchtete Dr. Richhardt kompetent und unterhaltsam die Hintergründe, die Bedeutung und Wirkung der sogenannten „Homberger Synode“ im Oktober 1526, zu der der vom Reichstag in Speyer zurückkehrende, erst 22 Jahre alte Landgraf eingeladen hatte und in deren Folge Hessen zu einem der wichtigsten Zugpferde der Reformation geworden ist.
In einem anschließenden Gespräch wurden Fragen der Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre diskutiert. Dr. Richhardt wusste dabei sowohl mit seinem umfassenden, detaillierten Wissen als auch mit seiner humorvollen Art zu beeindrucken.

Foto: Buchbasalt
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