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Sanierung auf ehemaligem Brauereigelände in Schlitz – Fertigstellung für Anfang 2027 geplantNeuer Standort im Hahnekiez: „Gebäude I“ für Polizei, Bürgerbüro und Redaktion

SCHLITZ (ol). Die Stadt Schlitz und das Polizeipräsidium Osthessen planen die Sanierung des „Gebäudes I“ im Hahnekiez. Künftig sollen dort Polizei, Bürgerbüro und die Redaktion des Schlitzer Boten einziehen. Das Projekt ist Teil der Entwicklung des Kulturviertels auf dem ehemaligen Brauereigelände. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Die Entwicklung des Kulturviertels Hahnekiez in Schlitz schreitet weiter voran: Mit der geplanten Sanierung und Umnutzung des sogenannten „Gebäudes I“ entsteht ein neuer Standort für Polizei, Bürgerbüro und die Redaktion des Schlitzer Boten, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Schlitz und des Polizeipräsidium Osthessen.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung stellten Bürgermeister Heiko Siemon sowie die Investoren Martin und Christian Geisendörfer die Planungen vor. Für ihn sei dies ein besonderer Tag, betonte der Bürgermeister. Nach der bereits abgeschlossenen Sanierung der Kulturhalle, dem Bau einer neuen Gastronomie sowie der Anlage von derzeit 83 Parkplätzen folgt mit „Gebäude I“ der nächste Entwicklungsschritt.

Foto: Polizeipräsidium Osthessen

An der Veranstaltung nahmen auch die künftigen Nutzer teil, darunter Michael Tegethoff, Präsident des Polizeipräsidiums Osthessen, Thomas Herget, Leiter der Polizeistation Lauterbach, Christoph Seibert, Polizeipressesprecher, Tobias Farnung, Chefredakteur und Prokurist der Fuldaer Zeitung, Holger Hohmeier, Geschäftsstellenleiter des Schlitzer Boten, sowie Johann Gekkel, Leiter des Bürgerbüros der Stadtverwaltung.

Foto: Polizeipräsidium Osthessen

Das historische Backsteingebäude, ein ehemaliger Standort der Flaschen- beziehungsweise Fassabfüllung, verfügt über rund 380 Quadratmeter Nutzfläche und soll umfassend modernisiert werden. Geplant sind klar strukturierte Nutzungseinheiten sowie gemeinschaftlich genutzte Bereiche wie Besprechungsräume, Teeküche und Sanitäranlagen. Ein zentraler Empfang soll künftig als verlässliche Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger dienen. Das Bürgerbüro wird dabei zu einem modernen Dienstleistungszentrum weiterentwickelt und trägt zugleich zur Belebung des Hahnekiez-Areals bei.

Die Baumaßnahme liegt im Zeitplan. Ziel ist es, die Arbeiten im ersten Quartal 2027 abzuschließen und den Einzug der künftigen Nutzer zu ermöglichen. Projektleiter Christian Geisendörfer zeigte sich zuversichtlich, dass der Baubeginn im Sommer erfolgen kann und die Umsetzung innerhalb von sechs bis sieben Monaten realisierbar ist.

Synergien für Verwaltung, Polizei und Medien

Auch aus Sicht der zukünftigen Nutzer bietet der neue Standort zahlreiche Vorteile. Polizeipräsident Michael Tegethoff erläuterte die Beweggründe für den Umzug der Polizei: Das bisherige Gebäude des Polizeipostens in der Schulstraße entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne, offene und bürgernahe Polizei. Die neue Lösung bezeichnete er als „Glücksfall“. Der Umzug sichere die Präsenz der Polizei in Schlitz und ermögliche durch die Nähe zum Bürgerbüro zusätzliche Synergieeffekte. Zu den zentralen Aufgaben zählen weiterhin Anzeigenaufnahme, Beratung und Opferschutz.

Auch die Redaktion des Schlitzer Boten sieht im neuen Standort Vorteile. Tobias Farnung begründete den Umzug unter anderem mit wirtschaftlichen Aspekten und einer effizienteren Flächennutzung. Zudem biete die zentrale Lage Vorteile, da „Zeitung dort sein müsse, wo das Leben stattfindet“.

Für das Bürgerbüro schafft der neue Standort ebenfalls Verbesserungen. Johann Gekkel hob insbesondere die Barrierefreiheit, die hohe Besucherfrequenz sowie Anforderungen an Datenschutz und Parkmöglichkeiten hervor. Gleichzeitig werde die Zusammenarbeit mit der Polizei durch die räumliche Nähe erleichtert.

Impulse für das Rathaus und das gesamte Quartier

Bürgermeister Heiko Siemon sieht in der Verlagerung von Bürgerbüro und Stadtmarketing, das in das gegenüberliegende Gebäude ziehen wird, auch neue Perspektiven für die Nutzung des Rathauses. Der Bürgermeister bleibe weiterhin dort ansässig, merkte er an.

Abschließend unterstrich Martin Geisendörfer die Bedeutung des Projekts und dankte für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Investoren verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Die Investitionskosten bezifferte er auf einen unteren siebenstelligen Betrag.

Mit dem Projekt „Gebäude I“ setzt die Stadt Schlitz gemeinsam mit privaten Investoren auf ein bewährtes Public-Private-Partnership-Modell und treibt die Entwicklung des Hahnekiez weiter voran.

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