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ÜbersichtFünf wichtige Ergebnisse der Kommunalwahl

VOGELSBERGKEIS (jal). Kreistag, Stadt- und Gemeindeparlamente: Die hessischen Kommunalwahlen 2026 sind gelaufen. OL blickt auf fünf wichtige Ergebnisse aus dem Vogelsbergkreis.

Kreistag

Das endgültige Wahlergebnis steht noch nicht fest. Doch vergleicht man die Trendwahlergebnisse, dann lassen sich schon jetzt ein paar Beobachtungen festhallten. Am auffälligsten ist, dass die AfD stark zugelegt hat, von 10,52 auf 22 Prozent. Die CDU hat etwas eingebüßt, wird mit etwas über 32 Prozent aber immer noch stärkste Kraft. Auch SPD, Grüne und FDP verlieren ein paar Prozentpunkte, die Linke bleibt relativ unverändert.

Alsfelder Stadtverordnetenversammlung

Trotz des Bürgermeisterbonus von Stephan Paule muss die CDU laut den Trendwahlergebnissen Verluste einstecken (48 Prozent), ebenso die SPD (22 Prozent). Die UWA legt jedoch leicht zu, kommt auf fast 18 Prozent. Die ALA trat in Alsfeld dieses Jahr nicht mehr an, dafür die Grünen. Sie kommen auf rund 12 Prozent.

Bürgermeisterwahl Lauterbach

Lauterbach war die einzige Kommune, in der im Vogelsbergkreis ein Bürgermeister gewählt wurde. Und beinahe hätte es im ersten Wahlgang eine Entscheidung gegeben, doch es wird eine Stichwahl geben müssen. Gerade einmal neun Stimmen fehlen Holger Marx von der CDU, um ins Rathaus einzuziehen. Er kam auf 49,94 Prozent. Nun muss er sich in einem zweiten Wahlgang mit dem parteilosen Daniel Schmidt messen, er kam auf 34,03 Prozent.

Lauterbacher Stadtverordnetenversammlung

In Lauterbach trat dieses Mal bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung eine Liste weniger an. Die Bürgerliste Lauterbach (BLL), die bei der vergangenen Wahl aus dem Stand auf mehr als zehn Prozentpunkte kam, war nicht mehr dabei. Dafür standen die CDU, SPD, Grüne, FDP sowie die Linke zur Wahl. Mit über 45 Prozent klar vorne liegt die CDU, sie hatte bei der letzten Wahl noch knapp 35 Prozent geholt. Die SPD kommt auf fast 23 Prozent. Damit leicht verschlechtert. Die Grünen bleiben ungefähr gleich, kommen auf runde 15 Prozent. Die FDP rutscht von 11,7 auf etwas unter 10 Prozent ab. Die Linke verbessert sich, von 4,3 auf 7,45 Prozent.

Homberger Stadtverordnetenversammlung

In der Homberger Stadtverordnetenversammlung geht es traditionell etwas heftiger her. Deswegen lohnt auch hier ein Blick auf die Ergebnisse. Dort trat dieses Jahr auch die AfD mit einer Liste an – und schaffte laut Trendergebnissen, etwas über 22 Prozent zu holen. Mit fast 29 Prozent wird die CDU aber stärkste Kraft. Sie bleibt relativ unverändert im Vergleich zur letzten Wahl. Die SPD büßt rund 3 Prozentpunkte ein, kommt auf etwa 25 Prozent. Die Grünen stürzen von 18,7 auf knapp 10 Prozentpunkte ab. Das dürfte mit der neuen Ökologischen Liste Homberg zusammenhängen, die das erste Mal antrat und 4,58 Prozentpunkte holte. Auch das Bürgerforum büßt ein, von 15,6 Prozent fälllt es auf 9,30.

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