
Handwerkliche Tradition vor OrtSozialdemokraten besuchen das Unternehmen Stahl- und Metallbau Krug
ROMROD (ol). Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Vogelsberg und der SPD-Ortsverein Romrod haben kürzlich das Unternehmen Stahl- und Metallbau Krug besucht. Im Gespräch mit Inhaber Herbert Krug und stellvertretendem Geschäftsführer Barthel Philippi ging es um Herausforderungen der Branche, bürokratische Hürden und die Gewinnung von Auszubildenden.
Wie geht es den Betrieben vor Ort und wo drückt der Schuh? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Betriebsbesuchs der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Vogelsberg gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Romrod bei der Firma Metallbau Krug auf Initiative des AfA Vorstandsmitglieds Norbert Langer. Im offenen Austausch ging es um die Entwicklung des Unternehmens, die Gewinnung von Auszubildenden und um die Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft, heißt es in der Pressemitteilung der SPD.
„Wir sind ein klassischer Familienbetrieb, der sich über die Jahre immer weiterentwickelt hat“, berichtete Inhaber Herbert Krug. Was einst mit dem Kauf der ortsansässigen Schmiede begann, ist heute ein Unternehmen mit rund 40 Beschäftigten, das ein breites Spektrum an Stahlprodukten herstellt. Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen zeigte der stellvertretende Geschäftsführer Barthel Philippi, wie der Betrieb im Laufe der Jahrzehnte gewachsen ist und sich aufgrund veränderter Produktionsbedingungen auf zwei Standorte erweitert hat.
Leicht sei das Geschäft mit Stahl derzeit nicht. „In Zeiten von Strafzöllen und Klimawandel merken auch wir, dass man sich dem Zeitgeist anpassen muss. Dabei hilft es, sich möglichst breit aufzustellen.“, erklärte Philippi. Der Stahl werde überwiegend aus Europa bezogen, etwa aus Italien oder Griechenland. „Von Trumps Zollpolitik sind wir daher glücklicherweise weniger betroffen.“
Sorgen bereitet dem Unternehmen jedoch die zunehmende Bürokratie. „Gerade für kleine und mittelständische Betriebe ist das eine wachsende Herausforderung“, so Krug. „Mancher bürokratische Aufwand ist nicht zielführend und frisst nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Ich würde mir wünschen, dass Vorgaben stärker gemeinsam mit Menschen aus der Praxis entwickelt werden.“
Ein zentrales Thema des Gesprächs war auch die Ausbildung. Neben einer Bezahlung nach Tarif sei sie ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Betrieb, betonte Krug: „Wir haben derzeit fünf Auszubildende. Dabei geht es uns nicht nur darum, ein Berufsbild zu vermitteln – wir wollen junge Menschen fit für die Zukunft machen.“ Grundlage dafür sei ein respektvolles und wertschätzendes Arbeitsklima.
Für den Vorsitzenden der AfA Vogelsberg, Lukas Nörmerich, ist dieses Engagement ein starkes Signal: „Dass die Firma Krug so konsequent auf Ausbildung setzt, ist ein wichtiges Zeichen für unsere Region. Nur so können wir dem Fachkräftemangel begegnen und die Fachkräfte von morgen schon heute gewinnen. Gerade das Handwerk bietet Arbeit mit Zukunft – und die braucht unsere Region.“
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