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Nach dem Norovirus im Hotel "Zum Schwalbennest"Gastronomen laden zu einer Solidaritätsaktion – „Das kann jedem von uns passieren“

ALSFELD (aep). Nachdem mehrere Gäste des Hotels „Zum Schwalbennest“ mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus überwiesen werden mussten, hat sich herausgestellt, dass das Norovirus die Ursache dafür war. Doch der Schaden für den Betrieb ist da, und der Betreiber Claus Schreiner ist bestürzt. Jetzt wollen Kollegen ihm beistehen: Sie rufen zu einer Solidaritätskundgebung auf, um falschen Gerüchten entgegenzuwirken.

„Die Alsfelder Hoteliers/Gastronomen rufen zu einer öffentlichen Solidaritätsaktion für das Hotel Schwalbennest auf“, heißt es in einer Erklärung von Markus Kirchheim, dem Chefkoch der Villa Raab. Treffpunkt ist am kommenden Montag, 16. März, um 15 Uhr vor dem Hotel Schwalbennest. 15 Betriebe, Vereine und Unterstützer haben sich bislang dem Aufruf angeschlossen.

Bürgermeister Stephan Paule: „volle Solidarität“

Auch Bürgermeister Stephan Paule ist dabei. Auf Nachfrage betont er seine Unterstützung für den Hotelier und den Betrieb, in dem insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind: „Ich habe volle Solidarität mit unserer Gastronomie. Alle, insbesondere auch die Familie Schreiner vom Schwalbennest, arbeiten mit großem Herzblut und Professionalität.“

Das Logo zu der Solidaritätsaktion.

„Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass der Norovirus Schuld an der Erkrankung der Hotelgäste war und nicht eine Lebensmittelvergiftung, wie es leider immer noch die Runde macht“, schreibt der Initiator Markus Kirchheim weiter. „Der Hotelier kann für so eine Krankheitswelle nichts!“ Aus diesem Grund rufen die Alsfelder Hoteliers/ Gastronomen zu einer Solidaritätsveranstaltung auf. „Das kann jedem von uns passieren“, sagt der Chefkoch und betont:

„Gastronomen stehen Seite an Seite“

„Es ist uns ein dringendes Anliegen, öffentlich klarzustellen, dass der Norovirus-Ausbruch eine hochansteckende, externe Ursache hatte und absolut nichts mit mangelnder Lebensmittelhygiene zu tun hat. Ein solches Virus kann leider jedes Haus treffen, völlig unabhängig davon, wie akribisch die strengen Reinigungsprotokolle eingehalten werden.
Wir Alsfelder/Vogelsberger Gastronomen stehen deshalb heute Seite an Seite, um unserem betroffenen Kollegen den Rücken zu stärken und ein Zeichen gegen Pauschalurteile zu setzen.

„Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Alsfeld und dem DEHOGA-Vorsitzenden aus dem Vogelsberg möchten wir die Öffentlichkeit sachlich aufklären und unbegründete Ängste durch Transparenz abbauen.“

Ziel: Vertrauen der Gäste zurückgewinnen

Ziel sei  es, das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen. Man wolle zeigen, dass „Sicherheit und Professionalität bei uns im Vogelsberg oberste Priorität haben. Die Gastronomie in unserer Region ist ein verlässlicher Partner und ein wesentlicher Bestandteil unserer lokalen Identität und Lebensqualität. Mit unserer Aktion am kommenden Montag wollen wir die negative mediale Dynamik gezielt in eine positive Botschaft des Zusammenhalts umwandeln! Wir möchten beweisen, dass wir als Branche in Krisenzeiten nicht wegducken, sondern als starke Gemeinschaft füreinander einstehen.“

Alle Bürgerinnen und Bürger seien eingeladen, sich selbst von der Qualität in den Betrieben zu überzeugen und die Gastlichkeit ihrer Heimat weiterhin aktiv zu unterstützen.

Die Liste der Unterstützer

Mit dabei sind nach nach Angaben des Initiators folgende Betriebe, Vereine und Unterstützer:

-AlsAktiv. eV (Verkehrsverein Alsfeld)
-Dehoga Vogelsberg
-Hotel villa raab
-Hotel zur Schmiede
-Hotel Schloss Romrod
-Hotel Schäferhof
-Hotel Lakeside Resort Michaela
-Gaststätte Mainzer Tor
-Gasthaus zur Hardtmühle
-Restaurant Taufsteinhütte
-Landgasthof Porta
-Villa Adel.es/ Gasthaus Graulich
-Jürgen Litzka Design
-Spontanwerbung Alsfeld

Bürgermeister Stephan Paule und der Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbandes Vogelsberg, Heinz Riepl unterstützen die Aktion ebenfalls mit ihrer Teilnahme.

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