
Liberale sehen Bürokratieabbau und Digitalisierung als zentrale Aufgaben für eine moderne VerwaltungFDP Vogelsberg fordert umfassende Verwaltungsreform
VOGELSBERGKREIS (ol). Die FDP Vogelsberg unterstützt die Forderung der FDP-Landtagsfraktion nach einer umfassenden Verwaltungsreform in Hessen. Aus Sicht der Liberalen ist die Verwaltung in den vergangenen Jahren stark gewachsen und müsse effizienter organisiert werden. Kritisiert werden unter anderem die Regierungspräsidien als zu bürokratische Strukturen. Gleichzeitig fordert die Partei eine stärkere Digitalisierung der Verwaltung und den verstärkten Einsatz moderner Technologien.
Die Vogelsberger FDP schließt sich der Forderung der FDP-Landtagsfraktion nach einer großen Verwaltungsreform in Hessen an, heißt es in der Pressemitteilung der FDP Vogelsberg.
„Die Verwaltung ist aufgebläht und in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen“, so Mario Döweling, der Spitzenkandidat zur Kommunalwahl im Kreis. Alleine die Stellenbesetzungssperre im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes hat verhindert, dass die Verwaltung des Landkreises erneut anwachse. Reformbedarf sehen die Liberalen aber auch in den höheren Ebenen: angefangen bei den Landesministerien bis hin zu den Regierungspräsidien, die laut einem Positionspapier abgeschafft werden sollen. „Die ursprüngliche Idee Aufgaben, die nicht jeden Tag anfallen in einer mittleren Verwaltungsebene zwischen Ministerien und Landkreisen zu bündeln, war ja nicht schlecht“, erläutert Döweling. „Aber leider sind daraus regelrechte Monsterbehörden geworden mit einem Wust an Bürokratie und sehr vielen Mitarbeitern.“
Aus Sicht der FDP sollten strategische Fragen in die Ministerien verlagert werden und das operative Geschäft wie zum Beispiel Genehmigungsverfahren wieder in die Hand der Landkreise und Kommunen gelegt werden. Natürlich soll dies so erfolgen, das dadurch nicht mehr, sondern weniger Bürokratie entsteht. Hier sehen die Liberalen einen zentralen Hebel in der Digitalisierung. „Auch hier laufen wir unter unseren Möglichkeiten- es kann nicht sein das eine vollständige Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes erst für 2029 anvisiert wird“, ärgert sich Mario Döweling. Die FDP hatte dazu bereits mehrere Anträge und Anfragen im Kreistag gestellt. „Wir wollen den verstärkten Einsatz von KI im Behördenalltag und die Optimierung der Verwaltungsprozesse“, so der FDP-Kreisvorsitzende Stephan Ringmaier. Dabei müsse auch über die weitere Vernetzung der Prozesse gesprochen werden und nicht nur über die Umstellung der Aktenführung von Papier auf die E-Akte. „Das Ziel muss eine bürgerfreundliche digitale Verwaltung sein“, erläutert Ringmaier.
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