
Austausch über geplante Stellensperre und Arbeitsrealität in der VerwaltungMücker Bürger besuchen Gemeindeverwaltung im Vorfeld der Kommunalwahl
MÜCKE (ol). Im Rahmen der Kommunalwahl haben die Mücker Bürger die Gemeindeverwaltung Mücke besucht, um sich ein eigenes Bild von der Arbeit der Verwaltung zu machen. Anlass war die Diskussion um eine mögliche Stellensperre im aktuellen Haushalt. Ziel des Besuchs war es, Aufgaben, Belastungen und Auswirkungen von Stellenkürzungen besser zu verstehen. Die Mücker Bürger sprechen sich gegen pauschale Stellensperren und für sorgfältige Einzelfallentscheidungen aus.
Im Rahmen der Kommunalwahl in Hessen haben die Mücker Bürger am Montag vergangener Woche die Verwaltung der Gemeinde Mücke besucht. Anlass war die im aktuellen Haushalt diskutierte geplante Stellensperre, die von den politischen Gremien diskutiert wird. Für die Mücker Bürger ist klar: Wer über Stellenabbau entscheidet, muss zuvor wissen, wie Verwaltung tatsächlich arbeitet, so heißt es in der Pressemitteilung der Mücke Wählergemeinschaft.
Ziel des Besuchs war es, die tägliche Arbeit der Gemeindeverwaltung kennenzulernen und sich direkt bei den Beschäftigten ein Bild von Aufgaben, Belastungen und bestehenden Problemen zu machen. Unter der fachkundigen Führung des Hauptamtsleiters André Kern erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Abteilungen und deren Verantwortungsbereiche.
Dabei wurde deutlich: Verwaltung ist keine anonyme Größe, sondern leistet täglich unverzichtbare Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in Mücke. Gerade im Finanzbereich zeigte sich, wie umfangreich und anspruchsvoll die Aufgaben sind – insbesondere vor dem Hintergrund eines sehr eng gestrickten Gemeindehaushalts.
Die Mücker Bürger stellen sich der Realität: Einsparungen sind notwendig, was verantwortungsvolle Entscheidungen erfordert. Ein pauschales „Stellen einfrieren“ nach dem Rasenmäherprinzip lehnen sie jedoch entschieden ab. Der Besuch hat gezeigt, dass pauschale Stellensperren erhebliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Verwaltung haben kann.
Insbesondere im Arbeitsbereich Finanzen wurde den Besuchern der hohe Arbeitsaufwand detailliert dargestellt. Zum Ende unseres Besuches in der Verwaltung konnten wir in der Personalabteilung mit Frau Becker (Personalreferentin) im Gespräch klären, welche weitreichenden Folgen komplette Stellensperren haben – nicht nur für die Mitarbeitenden, sondern auch für die Qualität der kommunalen Leistungen. Besonders wichtig ist aus Sicht der Mücker Bürger, die Stellen, die uns alle direkt bestreffen, in der Wasserversorgung und im Bereich Finanzen im kommenden Haushalt abzubilden und wieder zu besetzen. Hier geht es um Versorgungssicherheit und einen reibungslosen Ablauf – Aufgaben, die nicht beliebig gekürzt werden können.
Die Mücker Bürger setzen sich deshalb für einen anderen Weg ein: Statt pauschaler Stellensperren fordern sie Einzelfallentscheidungen. Jede Stelle soll im Haupt- und Finanzausschuss sorgfältig geprüft und verantwortungsvoll entschieden werden. Das ist für sie gelebte Kommunalpolitik mit Augenmaß.
„Wir stehen für offene, ehrliche und wertschätzende Kommunikation – mit der Verwaltung, mit den Mitarbeitenden und mit den Bürgerinnen und Bürgern“, so das Fazit der Mücker Bürger. Der Verwaltungsbesuch habe einmal mehr gezeigt: Gute Politik entsteht durch Zuhören, Verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen – nicht durch Schnellschüsse auf dem Papier.
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