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Einzelausstellung der Marburger Künstlerin verzeichnet großen ErfolgMarlies Hühn begeistert mit ihrer Ausstellung „Aufbrüche“ am Homberger Schloss

Homberg Ohm (ol). Die Ausstellung „Aufbrüche“ der Marburger Künstlerin Marlies Hühn am Homberger Schloss erfreute sich kürzlich eines regen Besucherandrangs. Die Vernissage lockte mehr als 50 Gäste an, die von der gelungenen Hängung der Bilder und den faszinierenden Maltechniken der Künstlerin beeindruckt waren. Hühn präsentiert abstrakte Wandobjekte, die mit intensiven Farben und interessanten Materialschichtungen eine eigene Suggestivkraft entfalten und Aufbruchstimmung vermitteln.

Am Sonntag, den 06. August konnte die Marburger  Künstlerin Marlies Hühn laut einer Pressemitteilung der Schlosspatrioten das Debüt ihrer Einzelausstellung „Aufbrüche“ als großen Erfolg verbuchen. Trotz des anhaltenden Regens und misslicher Wetterstimmung waren mehr als 50 Gäste der Einladung zur Vernissage gefolgt  Frau Sylke Bösking-Ries hatte  mit ihren Mitstreiterinnen der Kunst und Kultur-Arbeitsgruppe der Schlosspatrioten die Ausstellung kuratiert und mit der Künstlerin zusammen für eine sehr geglückte Hängung der Bilder gesorgt. Sie vermittelte den Gästen in ihrer Einführungsrede Einblicke in den Werdegang der Künstlerin und die Besonderheiten ihrer Maltechniken. Dass die Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen besonders harmonisch und von einem guten Geist beseelt waren, wurde auch von der Künstlerin Marlies Hühn bei ihrer kurzen Dankesrede lobend hervorgehoben.

Das Werk der Künstlerin baut auf einer Schaffensperiode von elf Jahren auf, in denen sie mit unterschiedlichen Untergründen, verschiedenen Struktur- und Farbmaterialien experimentierte, die am Ende fast an Fresko-Techniken gemahnten. Ausgangspunkt ihres Wirkens sei ihr persönliches Erleben einer künstlerischen Aufbruchstimmung zu einer Reise, die von Farben und Formen gelenkt werde. Im Hintergrund schwingten zwar figurative Bilder und pflanzliche Gebilde mit, blieben aber in ihrer Ausformung abstrakt und entfalteten in ihrer Ausgestaltung ihre eigene Suggestionskraft durch die Prozesse der Material und Farb-Transformation im Zuge ihrer Trocknung oder mehrschichtigen Verbundenheiten.  Dass sich dabei aufgrund der verwendeten Strukturmaterialien wie Marmormehl oder Sumpfkalk oft Risse und Spalten in fast gepolstert wirkenden Oberflächen auftun, fasziniert die Künstlerin, die in ihren Bildern gerade das zum Ausdruck bringen möchte: Aufbrüche. Ihre abstrakten Wandobjekte seien immer wieder Aufbrüche in ein neues Leben. Es sei ihre ganz persönliche Stellungnahme und ein Ausdruck ihres Bedürfnisses, hinter die Dinge zu blicken.

Wenn man die Resonanz der Besucher auf die  Exponate in den schönen Ausstellungsräumen des Schlosses beobachtete, so faszinierte immer wieder die intensive Farbausstrahlung der Bilder und deren gelungene, nach Farben abgestimmte Hängung. Durch eine tadellose Lichttechnik hätten die Werke in ein besonders intensives Licht gerückt werden können, so dass die Schattierungen und vor allem die interessante Materialschichtung in ihrer Fragmentierung und teils feinen  Zerrissenheit besonderes Interesse gefunden hätten. Manche hätten geglaubt, eher Metall- oder Holzuntergründe auszumachen, die an den Rändern ausfaserten und vielschichtige Deutungen zuließen.

So konnte auch diese Ausstellung, die vierte dieses Jahres im Schloss, wieder als Erfolg gesehen werden, strömte doch ein beseeltes Einvernehmen durch die Ausstellungsräume, das der Künstlerin ein sehr schönes Echo beschied und die Besucher mit einem guten Gefühl der Inspiration wieder ins Regennass des diesjährigen Sommers entließ, hieß es.

 

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