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Polizei im Vogelsbergkreis warnt vor Betrugsmasche über Messenger-DiensteTrickbetrüger erbeuten vierstelligen Geldbetrag

VOGELSBERGKREIS (ol). Die Polizei im Vogelsbergkreis warnt vor einer neuen Betrugsmasche, bei der sich Trickbetrüger über Messenger-Dienste als Verwandte ausgeben und um Geld bitten. Die Täter nutzen dabei die Dringlichkeit und Ängste der Opfer aus, um unbekannte Empfänger zu kontaktieren und hohe Geldbeträge zu erbeuten. Die Polizei rät zur Vorsicht und gibt Tipps, wie man sich vor solchen Betrügern schützen kann.

Mitunter geben sich Trickbetrüger laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Osthessens gegenüber osthessischen Bürgerinnen und Bürgern über Messenger-Dienste als nahe Verwandte beziehungsweise Angehörige aus – mit dem Ziel, sie um ihr Erspartes zu bringen.

„Mama? Bist du’s?“ Mit diesen oder ähnlichen Formulierungen melden sich die
Täter laut Angaben der Polizei beim Trickbetrug am Telefon. Sie geben sich als Verwandte, gute Bekannte oder nahe Familienangehörige aus, die sich in einer Notsituation befinden und bitten um Bargeld. Als Gründe für den finanziellen Engpass würden kostspielige
Käufe (Auto, Küche, etcetera) oder Notlagen (Autounfälle und so weiter) genannt werden. Die Lage würde immer als äußerst dringlich dargestellt.

In diesem Zusammenhang bedienten sich die Schwindler mittlerweile auch immer
öfter des Messenger Dienstes WhatsApp: „Die Betrüger schreiben ihren späteren
Opfern eine Kurznachricht, in der sie sich als nahe Verwandte oder Bekannte
ausgeben, deren altes Handy kaputt gegangen sei. Gleichzeitig behaupten die
Schwindler, dass die angezeigte und den Opfern bisher unbekannte Rufnummer die
neue Erreichbarkeit des Angehörigen sei. Aufgrund des defekten Mobiltelefons
könne der Verwandte nun nicht mehr auf sein Online-Banking zugreifen, müsse aber
eine dringende Terminüberweisung durchführen. Er bitte daher um eine
vorübergehende finanzielle Unterstützung, indem die potentiellen Opfer diese
Überweisung an einen ihnen unbekannten Empfänger durchführen sollen. Die
Forderungen belaufen sich nach derzeitigen Erkenntnissen zumeist auf einem
niedrigen vierstelligen Betrag“, so heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Am Freitag, den 28. Juli kontaktierten Schwindler beispielsweise eine 68-jährige Frau aus dem Vogelsbergkreis mit dieser Masche. Die Dame glaubte den Angaben der Betrüger
zunächst und überwies einen vierstelligen Gelbetrag an ein ihr unbekanntes
Konto.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei:

Trickbetrug ist vielfältig. Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon oder über Messenger Dienste nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.

Speichern Sie nicht automatisch vermeintlich „neue“ Rufnummern von Kontakten ab. Versuchen Sie erst die Personen unter den Ihnen bekannten „alten“ Telefonnummern zu kontaktieren.

Legen Sie einfach den Telefonhörer auf und beenden sie Kontakte über soziale Netzwerke, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Gut informierte Menschen lassen sich nicht so leicht verunsichern und können entsprechende Situationen richtig einschätzen. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Internetseite www.senioren-sind-auf-zack.de.

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