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Vorstellung neuer Idee zur Kita-Erweiterung in der StadtverordnetenversammlungRomröder Rathaus könnte zur neuen Kita werden

ROMROD (tsz). Die Kindertagesstätte in Romrod soll erweitert werden. Wie genau diese Erweiterung aussehen soll, darüber wird schon lange im städtischen Parlament gesprochen. Eine neue Idee sieht nun die Nutzung des Rathauses als Erweiterung vor.

Vor zwei Jahren spielte man noch mit dem Gedanken, das bestehende Kita-Gebäude in Romrod zu erweitern. „Schon damals haben wir uns die Frage gestellt, wie das mit dem Platzbedarf, aber auch mit Dingen wie dem Brandschutz weiter gehen soll“, blickte Romrods Bürgermeister Hauke Schmehl in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend zurück.

Möglicher Umzug statt Neubau

Damals habe man noch die Option geprüft, wie sich das jetzige Kita-Gebäude in Romrod, das mit dem Rathausgebäude zusammenhängt, erweitern ließe. Das damalige, erste Konzept vom Alsfelder Architekturbüro Schmidt&Strack sah einen Anbau für die Kita vor, der allerdings einen Teil des Spielplatz-Platzes vereinnahmt hätte. „Damals haben wir noch mit Kosten von etwa 750.000 Euro gerechnet. Diese dürften inzwischen deutlich höher liegen“, beschrieb Schmehl den aktuellen Stand.

Nun wurde den Romröder Stadtverordneten ein weiterer Ansatz präsentiert. Lars Wilhelm vom Alsfelder Architekturbüro studioaw. stellte dabei eine Idee vor, die vor allem auf der Nutzung bereits bestehender Gebäude beruhte. „Wir haben nun einmal die Idee formuliert, die Rathausfläche als Kita-Erweiterung zu nutzen“, erklärte Wilhelm während seiner Präsentation.

Dies habe neben einem geringeren, finanziellen Aufwand aufgrund der gestiegenen Baukosten auch weitere Vorteile: Zum einen müsse man keine neuen Flächen versiegeln, und man müsse den Außenplatz der Kita nicht verkleinern. „Da gerade die U3-Betreuung in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat, wäre der Mehrraum, den das Gebäude bietet, ein großer Vorteil“, verdeutlichte Wilhelm.

Die Kita in Romrod.

Durch die Nutzung des jetzigen Rathausgebäudes würde man Platz für insgesamt fünf Gruppen schaffen, darunter auch eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren. Außerdem könne man mit den vorhandenen Räumlichkeiten die Gruppen besser aufteilen, zum Beispiel indem man mehr Platz zwischen Schlafräume und Räume mit Aktivitäten schafft. Zusätzlich gebe es auch weitere Fördermöglichkeiten für das Projekt, wenn man das Rathaus verlege und die bestehenden Räumlichkeiten nutze.

Rathaus in den Stadtkern verlagern

Als Idee für einen neuen Standort des Rathauses schlug Wilhelm die Gendamerie im Kern Romrods vor. Das Gebäude, dass zwischen der Kirche und dem Schloss liegt, soll von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz saniert werden – allerdings gebe es noch keinen Plan für eine Nutzung des Gebäudes nach der Sanierung.

„Da die Stiftung Denkmalschutz die Mehrkosten der Sanierung übernimmt, wäre man mit dieser Option unter den Kosten für einen Neu- oder Anbau“, stellte Wildhelm die Vorteile der Idee heraus. Zusätzlich würde man den Raum für das Rathaus vergrößern – was im Sinne der Verwaltung und Bürgermeister Hauke Schmehl wäre.

Die Stadtverordneten zeigten sich positiv gestimmt gegenüber der Idee, allerdings sei sie noch nicht konkret genug, um sie in die Gremien der Stadt einzubringen. „Wir bräuchten Zahlen für das weitere Vorgehen – aber sind grundsätzlich dafür, diese Idee voranzutreiben“, kommentierte der Vorsitzende der CDU/FWG-Fraktion Kai Habermann.

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