
Polizei warntTrickbetrüger machen sich WhatsApp-Messenger zu Nutze
VOGELSBERG (ol). Trickbetrug am Telefon, wo sich Täter als Angehörige ausgeben, sind bereits länger bekannt. Mittlerweile ist der Trickbetrug vielfältiger geworden – und sogar Wahtsapp wird genutzt, um an Erspartes oder andere Wertgegenstände zu kommen. Die Polizei warnt und gibt Tipps.
Alsfeld: „Mama? Bist du’s?“ Mit diesen oder ähnlichen Formulierungen melden sich die Täter beim Trickbetrug am Telefon. Sie geben sich als Verwandte, gute Bekannte oder nahe Familienangehörige aus, die sich in einer Notsituation befänden und bitten um Bargeld. Als Gründe für den finanziellen Engpass werden kostspielige Käufe (Auto, Küche, und ähnliches) oder Notlagen (zum Beispiel Autounfälle) genannt. Die Lage werde immer als äußerst dringlich dargestellt.
Neuerdings, so teilt es die Polizei in ihrer Pressemeldung mit, bedienen sich die Schwindler aber auch des Messenger-Dienstes WhatsApp, um an das Ersparte von Bürgern zu kommen. Am Freitagabend, den 25. Februar, schrieben Betrüger einer 73-jährigen Frau aus Alsfeld eine Kurznachricht, in der sie sich als deren Tochter ausgaben. Gleichzeitig behaupteten die Schwindler, dass die angezeigte und der Frau bisher unbekannte Rufnummer die neue Erreichbarkeit der Verwandten sei.
Aufgrund des defekten, alten Mobiltelefons könne die Tochter nun nicht mehr auf ihr Online-Banking zugreifen, müsse aber eine dringende Terminüberweisung in Höhe von rund 4.000 Euro durchführen. Sie bitte daher um eine vorübergehende finanzielle Unterstützung, indem die Alsfelderin diese Überweisung an einen ihr unbekannten Empfänger durchführen soll. Die aufmerksame 73-Jährige erkannte den Betrug glücklicherweise frühzeitig und informierte die Polizei.
Trickbetrug ist vielfältig
In diesem Zusammenhang warnt Ihre Polizei: Trickbetrug ist vielfältig. Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon oder über Messenger Dienste nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen. Speichern Sie nicht automatisch vermeintlich „neuen“ Rufnummern von Kontakten ab. Versuchen Sie erst die Personen unter den Ihnen bekannten, „alten“ Telefonnummern zu kontaktieren.
Legen Sie einfach den Telefonhörer auf und beenden sie Kontakte über soziale Netzwerke, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Gut informierte Menschen lassen sich nicht so leicht verunsichern und können entsprechende Situationen richtig einschätzen. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. Informationen zum Trickbetrug finden Sie hier.
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