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Info-Veranstaltung in der Volkshochschule: Wie schützt man sich vor Cyberkriminellen?Die fiese Masche am Telefon

VOGELSBERGKREIS (ol). Bei einem Informationsabend der Vogelsberger Volkshochschule hat Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann vom Polizeipräsidium Osthessen über den Enkeltrick und weitere Betrugsmaschen aufgeklärt. Anhand von Fällen aus der Region verdeutlichte er die Gefahren durch Telefonbetrug, Phishing und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Der Experte gab konkrete Tipps zum Schutz vor Betrügern und riet unter anderem zu Misstrauen bei verdächtigen Anrufen, zur Vereinbarung eines familiären Codeworts und zur Kontaktaufnahme mit der Polizei im Zweifelsfall.

Diese Meldungen sind fast täglich zu lesen: Immer wieder fallen Menschen auf den sogenannten Enkeltrick herein, Betrüger erbeuten teils hohe Geldsummen und Wertsachen. Umso wichtiger ist die Aufklärung: Einen entsprechenden Info-Abend veranstaltete daher die Vogelsberger Volkshochschule mit Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann, Experte für Cybercrime und Cybersicherheit aus dem Polizeipräsidium Osthessen. Er referierte zum Thema „Enkeltrick und andere Betrugsmaschen – Wie Sie sich vor Cyberkriminellen schützen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vogelsbergkreises.

Zunächst stellte Hohmann einige Beispiele aus Osthessen sowie dem Vogelsbergkreis vor. Trauriger Höhepunkt war ein Betrug mit einer Schadenssumme von 1 Million Euro. Der Kriminalhauptkommissar betonte, dass bei dieser Betrugsmasche Menschen aller Altersgruppen betroffen sein können – vom vermeintlichen Gewinnanruf, über Online-Anlagen-Betrug bis hin zum Enkeltrick. Der Referent informierte über die Betrugsmaschen rund um Phishing, Quishing und deep fakes und stellte eindrücklich dar, wie perfide die Täter vorgehen.

Insbesondere bei Betrugsmaschen, die mit Künstlicher Intelligenz unterstützt werden, sind die Tricks meistens nicht sofort erkennbar, warnte Hohmann. Aber auch Whats-App Nachrichten oder SMS nutzen die Betrüger, um an persönliche Daten zu kommen oder um Geld zu erbeuten.

Die Tipps des Spezialisten für Cybercrime

Seien Sie misstrauisch und sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse. Bei Schockanrufen: Legen Sie auf und rufen Sie den vermeintlichen Enkel lieber zurück und fragen nach. Im Zweifelsfall rufen Sie die 110. Auch wenn vermeintliche Polizeibeamte vor der Türe stehen. Die 110 gibt Ihnen Auskunft. Vereinbaren Sie zudem mit Verwandten ein Codewort, was Sie bei Bedarf erfragen und übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte. Auch die Polizei wird niemals von Ihnen Bargeld oder Wertgegenstände verlangen. Auch nicht im vermeintlichen „Notfall“. Lassen Sie sich aus dem Telefonbuch streichen. Die Täter haben dann bereits etwas weniger Daten von Ihnen.
Geben Sie niemals persönliche Daten am Telefon preis: keine Kontodaten, Kreditkartennummern oder ähnliches. Erstatten Sie Strafanzeige, wenn Sie Opfer von Betrugsmaschen geworden sind Dies geht bei jeder Polizeidienststelle oder über die Online-Wache im Internet.

Neben diesem Informationsabend mit Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann bietet die Volkshochschule fortlaufend Kurse zum Thema „Digitale Kompetenzen“ an – ob die Grundlagenschulung zur Smartphone-Nutzung oder der Einstieg in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Alle Angebote finden sich unter www.vhs-vogelsberg.de.

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