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Veranstaltung zur „Woche der seelischen Gesundheit“Kinoabend setzt Zeichen für Verständnis

LAUTERBACH (ol). Rund 50 Gäste besuchten am 14. Oktober einen Kinoabend im Lichtspielhaus Lauterbach anlässlich der „Woche der seelischen Gesundheit“. Gezeigt wurde der auf einer wahren Geschichte basierende Film „Verflucht Normal“, der sich mit dem Leben eines Menschen mit Tourette-Syndrom beschäftigt. Die Veranstaltung sollte Vorurteile abbauen und für einen verständnisvollen Umgang mit psychischen Erkrankungen sensibilisieren.

Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – Für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ fand am 14. Oktober 2026 im Lichtspielhaus Lauterbach ein Kinoabend im Rahmen der „Woche der seelischen Gesundheit“ statt. Rund 50 Gäste sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kooperationspartner kamen zusammen, um mit dem Film Verflucht Normal auf das Thema seelische Gesundheit aufmerksam zu machen und ein Zeichen gegen Vorurteile zu setzen, heißt es in der Pressemitteilung der Eichhof-Stiftung.

Ursprünglich sollte ein Referent in den Abend einführen, der jedoch kurzfristig absagen musste. Stattdessen eröffnete Anke Kraft von der Jugend- und Familien-Hilfe der Vogelsberger Lebensräume die Veranstaltung mit Gedanken zum Umgang mit psychischen Erkrankungen.

„Manche Veränderungen lassen sich leicht auffangen. Andere bringen das ganze Leben durcheinander – etwa, wenn man selbst oder ein nahestehender Mensch psychisch erkrankt. Dann braucht es Menschen, die zuhören, mitdenken und mittragen“, sagte Kraft.

Ihre einführenden Worte verdeutlichten, wie wichtig es sei, bei psychischen Erkrankungen hinzuschauen, Verständnis zu zeigen und füreinander da zu sein. „Miteinander statt nebeneinander“ sei deshalb nicht nur das Motto der Aktionswoche des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit, sondern auch der zentrale Gedanke des Kinoabends, erklärte die Sozialpädagogin.

Im Mittelpunkt stand der Film „Verflucht Normal“, der auf einer wahren Geschichte basiert. Er erzählt von John, der mit dem Tourette-Syndrom lebt und im Alltag häufig auf Unverständnis stößt. Durch Freundschaft, Akzeptanz und Unterstützung findet er schließlich den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Der Film verdeutlicht, wie wichtig ein verständnisvolles Umfeld ist und welchen Unterschied es machen kann, wenn Menschen nicht auf eine Erkrankung reduziert werden.

Der Kinoabend bot Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, denen Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen begegnen. Zugleich sollte die Veranstaltung dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und für einen offenen, respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren.

Organisiert wurde der Abend in Kooperation mit dem Krankenhaus Eichhof, den Vogelsberger Lebensräumen, dem Integrationsfachdienst (IFD), dem Beratungszentrum Vogelsberg, dem Förderverein Psychiatrie Vogelsberg e. V. und dem Lichtspielhaus Lauterbach.

Die Veranstaltung sollte verdeutlichen, dass seelische Gesundheit die gesamte Gesellschaft betrifft. Ein offener Umgang, gegenseitiges Verständnis und verlässliche Unterstützung können dazu beitragen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihren eigenen Weg gehen können – ganz im Sinne des Mottos „Miteinander statt nebeneinander“.

Bildunterschrift: Die Kooperationspartner im Vogelsberg hatten sich zur „Woche der seelischen Gesundheit“ in diesem Jahr für einen anrührenden Film zur Aufklärung über psychische Probleme entschieden.

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