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Bürgermeister Stephan Paule gratuliert einem „Botschafter der Mitmenschlichkeit“Ehrenstadtrat Karl Prang feiert 90. Geburtstag

ALSFELD (ol). Der Alsfelder Ehrenstadtrat Karl Prang feiert seinen 90. Geburtstag. Bürgermeister Stephan Paule würdigt sein jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik, im Vereinsleben und für die Interessen von Arbeitnehmern. Prang gehörte unter anderem von 1993 bis 2011 dem Magistrat der Stadt Alsfeld an und war von 2001 bis 2006 Erster Stadtrat. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ehrenbrief des Landes Hessen und den Ehrentitel „Ehrenstadtrat“.

Der Alsfelder Ehrenstadtrat Karl Prang feiert seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass gratuliert Bürgermeister Stephan Paule dem Jubilar im Namen der Stadt Alsfeld sowie persönlich und würdigt dessen jahrzehntelanges kommunalpolitisches, gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Alsfeld.

„Karl Prang hat sich über viele Jahrzehnte in außergewöhnlicher Weise für seine Heimatstadt und seine Mitmenschen eingesetzt. Sein Wirken ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit und einer tiefen Verbundenheit mit Alsfeld. Menschen wie er haben unsere Stadtgesellschaft entscheidend mitgeprägt“, betont Bürgermeister Stephan Paule.

Prangs ehrenamtliches Engagement ist ebenso langjährig wie vielseitig. Bereits vor der Gründung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Alsfeld (UWA) im Jahr 1976 war er in der Wählerinitiative Kreisstadt Alsfeld (WIKA) kommunalpolitisch aktiv und unterstützte die Bestrebungen, Alsfeld als Kreisstadt zu erhalten.

1976 gehörte Prang zu den Gründungsmitgliedern der UWA und übernahm dort über viele Jahre Verantwortung. Zunächst war er acht Jahre als Beisitzer und anschließend zwei Jahre als Schriftführer tätig.

Von 1984 bis 1985 gehörte er erstmals als Stadtverordneter dem Alsfelder Stadtparlament an. Eine weitere Amtszeit folgte von 1989 bis 1993. Während dieser Zeit wirkte er zudem in der Betriebskommission der Stadtwerke Alsfeld und im Aufsichtsrat der Hallenbad GmbH mit.

Von 1993 bis 2011 gehörte Karl Prang ununterbrochen als Stadtrat dem Magistrat der Stadt Alsfeld an. Von 2001 bis 2006 übernahm er als Erster Stadtrat besondere Verantwortung. Darüber hinaus engagierte er sich von 1990 bis 1994 als Hilfsschöffe am Amtsgericht Alsfeld.

Für seine kommunalpolitischen Verdienste erhielt Prang zahlreiche Auszeichnungen. 1987 wurde ihm die Bronzene Anstecknadel der Stadt Alsfeld verliehen, im Jahr 2000 folgte die Silberne Anstecknadel. 2001 erhielt er den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Im Mai 2011 wurde Prang mit dem Wappenteller und der Goldenen Anstecknadel der Stadt Alsfeld ausgezeichnet. Wenige Wochen später, am 9. Juni 2011, verlieh ihm die Stadt schließlich den Ehrentitel „Ehrenstadtrat“.

Neben der Kommunalpolitik engagierte sich Prang über Jahrzehnte hinweg auch im Alsfelder Vereinsleben. Beim SV 06 Alsfeld war er von 1975 bis 1987 in der Jugendbetreuung tätig. Für seine Verdienste erhielt er unter anderem die Silberne und die Goldene Ehrennadel des Vereins. 2002 wurde er zudem mit einer Ehrenurkunde für seine 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Eine weitere Leidenschaft galt der Alsfelder Pokalkegelrunde. Von 1975 bis 1977 war Prang deren Zweiter Vorsitzender, anschließend übernahm er bis 2001 den Vorsitz. Über viele Jahre hinweg war er maßgeblich an der Organisation der Pokalkegelrunde und der damit verbundenen Stadtmeisterschaften beteiligt.

Eng verbunden war und ist Karl Prang außerdem mit der Siedlergemeinschaft Alsfeld. Dort übernahm er zahlreiche Aufgaben, unter anderem als Jugendvertreter, Wanderwart und Beisitzer. Als Mitbegründer der „Siedlerharmonikas“ engagierte er sich auch musikalisch. Darüber hinaus organisierte und begleitete er zahlreiche gemeinsame Reisen der Siedler, viele davon in das Voralpen- und Alpenland.

Auch auf Kreis- und Landesebene setzte sich Prang über viele Jahre für die Siedlergemeinschaft ein. Dafür erhielt er zahlreiche Ehrungen. Besonders hervorzuheben ist die Goldene Verdienstnadel mit Stein, die ihm 2003 als höchste Auszeichnung des Deutschen Siedlerbundes verliehen wurde.

Sein Einsatz für Arbeitnehmerinteressen reicht ebenfalls weit zurück. Seit 1954 war Prang gewerkschaftlich aktiv, zunächst in der Gewerkschaft Holz und später in der Deutschen Post Gewerkschaft. Drei Jahrzehnte lang, von 1965 bis 1995, gehörte er dem Personalrat des Fernmeldeamtes Fulda an. Für seine jahrzehntelange Gewerkschaftstreue wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Auch die Freiwillige Feuerwehr würdigte seine Verdienste und verlieh ihm 2009 die Floriansmedaille in Silber.

„Wenn man all diese Stationen betrachtet, wird deutlich, dass Karl Prang Ehrenamt nicht als eine einzelne Aufgabe verstanden hat, sondern als Haltung“, würdigt Bürgermeister Paule den Jubilar. „Über Jahrzehnte hinweg hat er Verantwortung übernommen – in der Kommunalpolitik, im Vereinsleben, für junge Menschen, für Arbeitnehmer und für das gesellschaftliche Miteinander. Dafür gebühren ihm unser großer Respekt und unser aufrichtiger Dank.“

Anlässlich seines 90. Geburtstages dankt Bürgermeister Stephan Paule dem Ehrenstadtrat insbesondere für seine Verbundenheit mit Alsfeld und seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Menschen in der Stadt.

„Karl Prang ist für mich ein Botschafter der Mitmenschlichkeit. Er hat nicht nur über Gemeinschaft gesprochen, sondern sie gelebt und aktiv gestaltet. Im Namen der Stadt Alsfeld und auch ganz persönlich gratuliere ich ihm sehr herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit, persönliches Wohlergehen und viele schöne Stunden im Kreise seiner Familie und der Menschen, die ihm nahestehen.“

Die Stadt Alsfeld verbindet ihre Glückwünsche mit einem Dank an Karl Prang für sein außergewöhnliches und beispielgebendes Engagement zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

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