Gesellschaft0

Mehr als vierzig Info-Möglichkeiten an zwei TagenAlexander-von-Humboldt-Schule und Bundesagentur für Arbeit richteten BO-Tage für Vogelsberger Schulen aus

LAUTERBACH (ol). Die Alexander-von-Humboldt-Schule und die Bundesagentur für Arbeit haben gemeinsam die Berufsorientierungstage „Zukunft Studium Beruf“ für Oberstufenschüler aus dem Vogelsbergkreis veranstaltet. An zwei Tagen konnten sich die Jugendlichen bei mehr als 40 Ansprechpartnern über Studiengänge, Ausbildungsberufe und weitere Möglichkeiten nach dem Abitur informieren. Neben Hochschulen und Unternehmen stellten auch Vertreter verschiedener Berufsfelder ihre Tätigkeiten und Karrierewege vor.

So langsam wird es spannend für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen: Auch wenn die jungen Menschen in der E-Phase noch gut zwei Jahre bis zum Abitur vor sich haben, sollten sie sich längst mit der Frage beschäftigen, was danach kommt. Möglichkeiten gibt es viele: Noch nie war die Bandbreite an Studien- und Ausbildungsberufen so groß wie heute. Für die Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH) ist dies Grund genug, ihren Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Informationsangebote zu machen, die ihnen Einblicke ermöglichen, Gespräche eröffnen und vielleicht schon erste Wege für die berufliche Zukunft aufzeigen sollen, heißt es in einer Pressemitteilung des Lauterbacher Gymnasiums.

„Die Berufsorientierungstage, die sich unter dem Titel ‚Zukunft Studium Beruf‘ jährlich an alle Vogelsberger Schulen mit einer Oberstufe wenden, bieten den jungen Menschen zwei Tage genau diese Möglichkeiten“, sagte Michael Rausch, Berufsberater an den Vogelsberger Oberstufen, als er gemeinsam mit Oliver Stoy, an der AvH verantwortlich für die Berufliche Orientierung, die zahlreichen Gäste zum Start der Info-Tage in der Aula des Gymnasiums begrüßte. Gekommen waren neben den eigenen Schülerinnen und Schülern der E-Phase auch Jahrgänge der Albert-Schweitzer-Schule und der Max-Eyth-Schule, beide aus Alsfeld, sowie der Lauterbacher Vogelsbergschule.

„Ihr habt schier unendliche Möglichkeiten“, richtete auch Oliver Stoy das Wort an die jungen Menschen. „Heute könnt ihr euch einen ersten Überblick verschaffen. Dazu sind mehr als vierzig Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen hier, die für euch gekommen sind und eure Fragen klären möchten. Nutzt diese beiden Tage gut!“

Und in der Tat gab es für die interessierten Schülerinnen und Schüler viel zu entdecken: In Zeitslots von jeweils einer Stunde boten in sieben Räumen der Schule Vertreter von Hochschulen und Einrichtungen sowie Menschen aus der Praxis und Berufsberater aus dem öffentlichen Dienst ihr Wissen zu Berufen, Werdegängen und Zukunftschancen an.

Auf großes Interesse stießen dabei die Informationsangebote von Polizei, Zoll und Bundeswehr. Hier konnten die jungen Menschen nicht nur inhaltlich einiges mitnehmen, sondern auch am Sporttest der Polizei in der Vulkan-Sporthalle teilnehmen und ihre körperlichen Fähigkeiten testen.

Ein großes berufliches Spektrum deckten die Mitwirkenden ab: Ein Rechtsanwalt berichtete ebenso aus seinem Beruf wie ein Journalist oder ein Steuerberater. Informationen gab es zu zahlreichen Studiengängen, beispielsweise Psychologie, Gesundheitsmanagement, Digitale Medien, Medizin, Ingenieurwesen und Lehramt.

Auch viele Ausbildungsberufe wurden vorgestellt: Wie wird man Erzieherin? Welche Möglichkeiten bieten die STI-Group oder der Grebenauer Metallbau? Wo kann man dual studieren und welche Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Auch übergeordnete Fragen konnten an diesen Tagen geklärt werden: Wie lässt sich ein Studium finanzieren, wenn die Familie die Kosten nicht stemmen kann? Was ist hilfreich, wenn man als Erster in der Familie studiert? Welche Freiwilligendienste gibt es, wenn man nach dem Abitur zunächst etwas anderes machen möchte? Und welche Möglichkeiten bestehen für einen Aufenthalt im Ausland?

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Angebote und profitierten davon, dass alle Informationen der BO-Tage unter dem Dach der Schule leicht und übersichtlich zugänglich waren. Viele von ihnen gaben anschließend an, dass ihnen die Informationen bei ihrer Berufsfindung weitergeholfen hätten. Einige empfanden die Vorträge mitunter als etwas zu frontal und wenig interaktiv; grundsätzlich lobten sie jedoch das gemeinsame Angebot der Agentur und der Schulen. Viele hätten sich noch mehr Zeit gewünscht, denn in jedem Zeitslot standen sieben Angebote zur Auswahl, von denen jeweils eines besucht werden konnte.

„Dass wir den Schülerinnen und Schülern ein solches Angebot machen können, steht und fällt mit der Bereitschaft der mitwirkenden Unternehmen und Organisationen“, lobte Michael Rausch das Engagement der Referenten. „Sie gehen in diesem Format in der Regel gut auf die jungen Leute ein und wissen, was diese brauchen.“

Das Format der Berufsorientierung spielt an vielen Schulen inzwischen eine große Rolle. Die AvH bot ihren Schülerinnen und Schülern der Q-Phase nach den BO-Tagen noch die Möglichkeit, an der Ausbildungsmesse in Alsfeld teilzunehmen. Auch an den Tagen der Ausbildung im November wird das Lauterbacher Gymnasium teilnehmen und mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern die beteiligten Unternehmen besuchen.

Oliver Stoy fasste zusammen: „Doch gewinnen können letztendlich alle jungen Menschen, die die Angebote zur beruflichen Orientierung nutzen und bestenfalls auch Schlüsse daraus ziehen.“

Fotos: O. Stoy

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren