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Unterwegs zwischen Gipfeln und GewitternBergkameraden aus Gemünden unternehmen Hüttentour im Rätikon

GEMÜNDEN (ol). Fünf Freunde aus Gemünden haben im August eine mehrtägige Hüttentour durch das Rätikon unternommen. Von Bludenz führte die Tour unter anderem über den Lünersee zur Totalphütte und weiter zur Heinrich-Hueter-Hütte. Den geplanten Aufstieg auf die fast 3000 Meter hohe Schesaplana brachen die erfahrenen Bergwanderer wegen eines herannahenden Gewitters kurz vor dem Gipfel ab. Nach anspruchsvollen Etappen bei Regen und über ausgesetzte Passagen erreichten alle Teilnehmer sicher ihr Ziel.

Wie bereits in den vergangenen Jahren unternahmen die Bergkameraden Gemünden, fünf Freunde, die alle aus Gemünden stammen, im August eine gemeinsame Hüttentour in den Bergen. Diesmal führte die Reise ins Brandnertal im Rätikon, heißt es in der Pressemitteilung der Bergkameraden.

Ausgangspunkt der Tour war Bludenz in Vorarlberg. Dort verbrachten die fünf Freunde zunächst zwei Tage und unternahmen Tagestouren, um sich auf die bevorstehende Hüttentour vorzubereiten.

Am dritten Tag stiegen die Bergkameraden über den Lünersee zur 2385 Meter hoch gelegenen Totalphütte auf. Für die Woche waren kaltes und regnerisches Wetter vorhergesagt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Gruppe jedoch Glück und erreichte auch die Totalphütte trocken.

Für den nächsten Tag war der Aufstieg zum Gipfel der fast 3000 Meter hohen Schesaplana geplant. Am frühen Morgen machten sich die Bergkameraden auf den Weg und behielten dabei stets den Wetterradar im Blick.

Eine halbe Stunde vor Erreichen des Gipfels mussten sie wegen eines aufziehenden Gewitters entscheiden, ob sie umkehren oder den Aufstieg fortsetzen sollten. Dabei galt es, nicht nur die verbleibende Zeit bis zum Gipfel, sondern auch den anschließenden Abstieg zu berücksichtigen.

Als erfahrene Bergwanderer waren sich die Männer der Gefahren eines Gewitters im Hochgebirge bewusst. Erfahrung und Vernunft überwogen schließlich den Ehrgeiz, sodass sich die Gruppe zur Umkehr entschied.

Die Entscheidung erwies sich als richtig. Kaum waren die Bergkameraden zur Hütte zurückgekehrt, begann das Gewitter. Alle waren froh, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Berg unterwegs zu sein.

Am folgenden Vormittag brach die Gruppe bei schönem Wetter zum nächsten Tagesziel, der Heinrich-Hueter-Hütte, auf. Gegen Mittag setzte Regen ein, der sich im Laufe des Tages zunehmend verstärkte. Aufgrund ihrer guten Ausrüstung stellte der Regen für die Männer grundsätzlich kein Problem dar. Der rutschige Fels im steilen Gelände erschwerte jedoch das Fortkommen und verlängerte die Gehzeit deutlich. Zudem verschwand die Bergkulisse hinter dichten Regenschleiern.

Die letzte Etappe am nächsten Tag führte über mehrere Auf- und Abstiege zurück zum Lünersee. Dabei kam der Gruppe das trockene und sonnige Wetter zugute, denn auf den letzten Kilometern mussten längere, stark ausgesetzte Passagen teilweise kletternd bewältigt werden.

Schließlich erreichten alle Bergkameraden sicher ihr Ziel und konnten sich auf den Heimweg machen. In Ulm legte die Gruppe noch eine Übernachtung ein und besuchte am Abend das dortige Weinfest. Damit fand die erlebnisreiche Urlaubswoche für die Bergkameraden erneut einen schönen Abschluss.

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