
Seniorin um Wertgegenstände gebrachtPolizeipräsidium Osthessen warnt nach Betrug durch falsche Polizeibeamte in Kirtorf
KIRTORF (ol). Am 23. Juli gaben sich Unbekannte in Kirtorf als Polizeibeamte aus und brachten eine 76-Jährige dazu, Wertgegenstände herauszugeben. Zwei Männer holten die Wertsachen persönlich an der Wohnanschrift der Seniorin ab. Die Täter flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Die Polizei bittet um Hinweise und warnt erneut vor der Betrugsmasche der falschen Polizeibeamten.
Am Donnerstag, den 23. Juli, gegen 14 Uhr, riefen Unbekannte eine 76-jährige Seniorin aus Heimertshausen an und gaben sich als falsche Polizeibeamte aus, das berichtet das Polizeipräsidium Osthessen in einer Pressemitteilung. Die Täter redeten der Frau ein, dass ihre Wertgegenstände in Gefahr seien und deshalb zwei Polizeibeamte diese abholen und in Sicherheit bringen würden. Wenig später erschienen zwei unbekannte Männer an der Wohnanschrift der 76-Jährigen und gaben sich mit gefälschten Ausweisdokumenten als Polizeibeamte aus. Anschließend nahmen die beiden Täter mehrere Wertgegenstände an sich und entfernten sich in unbekannte Richtung, berichtet das Polizeipräsidium Osthessen in einer Pressemitteilung.
Die beiden unbekannten Täter werden wie folgt beschrieben: Unbekannter Täter 1 ist männlich, circa 170 Zentimeter groß, circa 35 Jahre alt, kurze dunkle Haare, dunkler Dreitagebart, kräftige Statur, trug ein dunkelblaues Sweatshirt und eine dunkle Hose.
Unbekannter Täter 2 ist ebenfalls männlich, circa 175 bis 180 Zentimeter groß, circa 20 Jahre alt, kurze lockige Haare, schlanke Statur, schlechte Deutschkenntnisse.
Hinweise nimmt die Polizei Alsfeld unter der Telefonnummer 06631/974-0, jede andere Polizeidienststelle oder die Onlinewache entgegen.
Bei der Masche der sogenannten „falschen Polizeibeamten“ ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar dem ersten Anschein nach die 110, an und der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle vor. Die Notrufnummer 110 kann jedoch nur angerufen werden und sollte daher nicht auf dem Display des Telefons erscheinen. Mittels sogenanntem „Call-ID-Spoofing“ können Betrüger jedoch tatsächlich jede frei gewählte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen. Erste Zweifel an der Identität des betrügerischen Anrufers werden dadurch häufig ausgeräumt.
Die Betrüger schildern anschließend einen Sachverhalt, der bei den Angerufenen oftmals große Sorge auslöst. So behaupten sie beispielsweise, Einbrecher seien in der Nachbarschaft unterwegs oder ein Angehöriger sei nach einem Verkehrsunfall festgenommen worden. Das Ziel der Täter ist jedoch immer dasselbe: In äußerst geschickt geführten Telefongesprächen versuchen sie, ihre Opfer dazu zu bringen, Wertsachen und Geld zusammenzutragen und an vereinbarten Orten abzulegen oder zu übergeben.
Sobald die Vermögenswerte greifbar sind und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurde, erscheint eine Person persönlich, um die Wertgegenstände abzuholen.
Die Polizei warnt: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder sich als Polizeibeamter beziehungsweise Angehöriger der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen. Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Rufen Sie die Polizei an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
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