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Schulleitung der Erich-Kästner-Schule Alsfeld für Jobshadowing in AndalusienInklusion im internationalen Austausch

ALSFELD (ol). Die Schulleitung der Erich-Kästner-Schule Alsfeld nahm Ende April an einem Erasmus+-Jobshadowing in der spanischen Provinz Sevilla teil. Im Mittelpunkt des Austauschs standen inklusive Bildungskonzepte und die schulische Praxis in Spanien. Der Besuch vertiefte die bereits bestehende Partnerschaft mit der spanischen Schule IES Alguadaira. Die gewonnenen Eindrücke sollen nun die inklusive Arbeit an der Schule im Vogelsberg weiter stärken.

Ende April nahmen Schulleiterin Anne-Kristin Bindl und Konrektor Leo Freund an einem fünftägigen Job Shadowing im Rahmen von Erasmus+ in der spanischen Provinz Sevilla teil, wie die Schule in einer Pressemitteilung berichtet. Als Gastgeber dieses von der Europäischen Union finanzierten Projekts diente die Sekundarschule IES Alguadaira in Alcalá de Guadaíra, deren Team vielfältige Hospitationen in diversen Einrichtungen der Region organisierte und so den fachlichen Austausch mit dem Schwerpunkt Inklusion sowie der Weiterentwicklung schulischer inklusiver Praxis perfekt vorbereitete.

Bereits im vergangenen Jahr war ein Team der IES Alguadaira über Erasmus+ zu Gast an der Erich-Kästner-Schule in Alsfeld und informierte sich über die schulische Inklusion im Vogelsbergkreis. Der aktuelle Besuch knüpfte an diese Zusammenarbeit an und ermöglichte eine vertiefte Partnerschaft und Schulfreundschaft.

So wurden von den Teilnehmenden eine unseren Kindergärten ähnliche Einrichtung der Educación Infantil, eine Schule der Educación Primaria (vergleichbar mit unserer Grundschule) sowie zwei Sekundarschulen und eine Förderschule (Centro de Educacíon Especial) besucht, um dort Beispiele für die Umsetzung der schulischen Inklusion in Spanien kennenzulernen. Neben vielen entdeckten Gemeinsamkeiten waren es auch die Unterschiede, die den Reiz der Erkundung ausmachten. Ein früherer Schuleintritt als in Deutschland, eine ausgedehntere Grundschulzeit und deutlich längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler bis zur 9. Klasse sind hier exemplarisch zu nennen.

Als Gemeinsamkeiten wurde u.a. die hohe Bedeutung der sozial-emotionalen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler als Basis für schulisches Lernen wahrgenommen. Alle waren sich einig: Lehrkräfte haben die Aufgabe, positive Bindungen aufzubauen und die Lernenden auch emotional zu unterstützen statt ausschließlich Wissen zu vermitteln.

Am 1. Mai endete das Jobshadowing und man kehrte zurück nach Deutschland, mit vielen positiven Eindrücken, Ideen und auch dem bestärkten Gefühl, dass an unseren heimischen Schulen ebenfalls bereits viel inklusive Arbeit geleistet wird. Die wertvollen Impulse aus Spanien sollen dazu genutzt werden, die Arbeit der Erich-Kästner-Schule zu bereichern. Denn im spanischen Austausch, wie auch im heimischen Vogelsberg gilt das Schulmotto der EKS: In Vielfalt vereint.

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