
Lauterbach-Wartenberg verabschiedet Kerstin und Michael GütgemannUnter dem Regenbogen des Abschieds
LAUTERBACH/WRATENBERG (ol). Mit einem bewegenden Gottesdienst hat die Kirchengemeinde Lauterbach-Wartenberg Kerstin und Michael Gütgemann verabschiedet. Sechs Jahre lang prägten sie das Gemeindeleben im Vogelsberg – beginnend unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie. Der Abschied stand symbolisch unter dem Zeichen des Regenbogens.
Mit einem Gottesdienst voller Dankbarkeit, Erinnerungen und Wehmut hat die Kirchengemeinde Lauterbach-Wartenberg das Pfarrerehepaar Kerstin und Michael Gütgemann nach sechs Jahren verabschiedet, heißt es in der Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Vogelsberg.
Der Gottesdienst stand unter dem Leitmotiv des Regenbogens – als biblisches Zeichen für Gottes Treue, Verbundenheit und die Hoffnung auf einen Neuanfang. In der Predigt wurde dieses Bild aufgegriffen und mit dem Weg des Ehepaars verbunden: „Ein Regenbogen spannt sich vom Vogelsberg bis in den Vorderen Odenwald.“
Als Kerstin und Michael Gütgemann im April 2020 ihren Dienst in Wartenberg antraten, begann ihre Zeit unter außergewöhnlichen Bedingungen während des ersten Corona-Lockdowns. Persönliche Begegnungen waren nur eingeschränkt möglich, stattdessen entstanden digitale Gottesdienste, Andachten auf YouTube und neue Formen des Gemeindelebens.

Foto: Susann Franke
In ihrer Predigt blickte das Pfarrerehepaar auf die vergangenen Jahre zurück. Die einzelnen Farben des Regenbogens standen symbolisch für unterschiedliche Erfahrungen und Entwicklungen: für intensive Prozesse, gewachsene Freundschaften, neue Gottesdienstformate, Veränderungen, Verlässlichkeit sowie die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.
Die Zeit sei geprägt gewesen von Wandel und Aufbruch, etwa durch neue Gottesdienstformen, Gemeindefusionen, Kita-Prozesse, ehrenamtliches Engagement und seelsorgerische Arbeit. Dabei habe stets der Mensch im Mittelpunkt gestanden.
Ein zentrales Motiv des Gottesdienstes war die Bedeutung von Beziehungen. Begegnungen im Alltag, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse hätten das Gemeindeleben nachhaltig geprägt.
In Grußworten wurde das Engagement des Pfarrerehepaars gewürdigt, insbesondere ihre Kreativität, ihre Offenheit für neue Wege und ihre Nähe zu den Menschen.
Kerstin und Michael Gütgemann wechseln in das Dekanat Vorderer Odenwald. Mit Segensworten und guten Wünschen wurden sie in ihren neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Der Abschied wurde dabei als Neuanfang verstanden, verbunden mit der Hoffnung, wie sie im Gottesdienst formuliert wurde: „Der Regenbogen entsteht nicht vor dem Regen, sondern danach.“
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen zahlreiche Gäste bei einem Empfang zusammen, um persönliche Worte zu wechseln und Abschied zu nehmen.
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