
Veranstaltung zum 100. Geburtstag im Rahmen des Internationalen MuseumstagsHörstück zu Franz Mon im Vorwerk Museum Ulrichstein
ULRICHSTEIN (ol). Im Vorwerk Museum in Ulrichstein wird anlässlich des Internationalen Museumstags ein Hörstück des Künstlers Franz Mon aufgeführt. Die Veranstaltung würdigt zugleich dessen 100. Geburtstag und beleuchtet sein intermediales Werk. Damit setzt die Region Vogelsberg ein kulturelles Zeichen im Rahmen eines internationalen Aktionstags.
Ein Hörstück im Rahmen des Internationalen Museumstags sowie zum 100. Geburtstag von Franz Mon wird im Vorwerk Museum Ulrichstein aufgeführt, heißt es in der Pressemitteilung des Karuszel-Gebirgskulturen-Vereins.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 17. Mai um 14.00 Uhr im Schulsaal im 1. Obergeschoss des Museums in der Hauptstraße 33 statt.
Der Internationale Museumstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Museums Uniting a Divided World“. Museen sind dabei eingeladen, ihre Vielfalt und ihre verbindende Wirkung zu präsentieren. In Zeiten gesellschaftlicher Spannungen übernehmen sie eine wichtige Rolle als Orte des Dialogs und der Begegnung, bauen Brücken zwischen Kulturen, Generationen und Lebensrealitäten und fördern ein respektvolles Miteinander. Damit leisten sie einen Beitrag zu Austausch, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Franz Mon (1926–2022) überschritt mit seinem intermedialen Lebenswerk auf besondere Weise die Grenzen zwischen verschiedenen Disziplinen. Seit den späten 1950er-Jahren wurde er mit experimentellen Dichtungen, Hörspielen und Rauminstallationen international bekannt. Auch mit seinem Collagenwerk setzte er Akzente in der bildenden Kunst und verband Elemente aus Musik, Poesie und visueller Kunst.
Anlässlich seines 100. Geburtstags führen der Karuszel-Gebirgskulturen-Verein und der Museumsverein Ulrichstein das Hörstück gemeinsam auf.
Franz Mon, bürgerlich Franz Löffelholz, wurde im Laufe seines Lebens vielfach ausgezeichnet. Zu seinen Ehrungen zählen unter anderem die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main im Jahr 2003 sowie der Petrarca-Preis im Jahr 2014, dessen Laudatio Peter Handke hielt. Der Karl-Sczuka-Preis, eine bedeutende Auszeichnung für Radiokunst, wurde ihm insgesamt dreimal verliehen. Eine weitere besondere Ehrung war der „Prix Littéraire Bernard Heidsieck/La Mention spéciale“ des Centre Pompidou in Paris.
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