
Vogelsberger Verband fordert breitere Entlastung für alle BevölkerungsgruppenSenioren Union kritisiert Energieprämie als ungerecht
VOGELSBERGKREIS (ol). Die Senioren Union im Vogelsbergkreis übt Kritik an der geplanten Energieprämie der Bundesregierung. Insbesondere Rentnerinnen und Rentner sowie Selbstständige würden nach Ansicht des Verbandes benachteiligt. Der Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Schäfer warnt vor sozialen Ungleichgewichten und möglichen Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Senioren Union im Vogelsbergkreis hält die von der Bundesregierung vorgesehene Möglichkeit, Arbeitgebern die Zahlung einer steuerfreien Prämie von bis zu 1.000 Euro zum Ausgleich gestiegener Energie- und Kraftstoffkosten zu ermöglichen, für ungerecht, unsozial und mittelstandsfeindlich, das gibt die Union in einer Pressemitteilung bekannt.
Der SU-Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Schäfer kritisierte, dass insbesondere Rentnerinnen und Rentner von der Regelung ausgeschlossen blieben, die ebenfalls massiv unter steigenden Energiepreisen leiden würden, aber keine vergleichbare Unterstützung erhalten sollen. Auch Selbstständige sowie Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen gingen vielfach leer aus, wenn ihre Arbeitgeber die Zahlung wirtschaftlich nicht leisten könnten. Das alles sei dazu geeignet den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu beschädigen.
Nach Ansicht der Senioren Union wird damit das Ziel einen Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten und die damit verbundenen Mehrkosten nicht erreicht. Die Senioren Union warnt auch vor den Folgen einer solchen Ungleichbehandlung. Wenn Bürgerinnen und Bürger den Eindruck gewönnen, dass Belastungen ungerecht verteilt würden, dann fördere dies Frust und Politikverdrossenheit. Deshalb fordert die Vogelsberger Senioren Union eine gerechte und generationsübergreifende Entlastungspolitik.
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