
Alte Materialien erwecken neue PerspektivenAusstellung „Nah“ von Künstlerin Franziska Kuo beschreibt eine dekonstruktive Reise
HOMBERG OHM (ol). In der Ausstellung „Nah“ präsentiert Franziska Kuo innovative Wege, Nähe zu thematisieren und zu dekonstruieren. Durch sorgfältig ausgewählte Materialien, wie alte Plakate, Zeitungsausschnitte und Wellblech, erzählt sie eine visuelle Geschichte von Vergangenheit und Gegenwart, während sie gleichzeitig zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen aufruft.
Innovativ erkundet die Künstlerin Franziska Kuo auf Schloss Homberg am nächsten Sonntag, den 02. Juni, in ihrer zweiten Vernissage um 14.00 Uhr das Thema von Nähe und findet ganz eigene Wege diese auszudrücken, so heißt es in einer Pressemitteilung der Schlosspatrioten. Durch die Zerlegung und Neugestaltung vertrauter Elemente werden neue Perspektiven auf die Dinge geschaffen. Altbewährtes wird hinterfragt und in einen neuen Kontext eingebettet und dadurch neu erlebt, wie bei einer Reise, durch die wir die Welt mit anderen Augen sehen.
Der Standort-„Wechsel“ funktioniere viel mehr als ein Standpunkt-„Wechsel“. Dies bewahre daher vor Dogmatismus, weil das, was an einem Ort so übersteigerte Bedeutung finde, sich mit der neuen Perspektive des Reisenden verändere.
In ihren Arbeiten verwendet die Künstlerin alte Plakate und Zeitungsausschnitte. Sie arbeitet auf Wellblech, das mit seinen Gebrauchsspuren und Rissen von Vergangenem erzählt. Die bewusste Entscheidung, diese Materialien zu verwenden, spiegelt einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen wider, heißt es. Wiederverwendung und Upcycling werden nicht nur als praktische Maßnahmen betrachtet, sondern auch als neue Ansätze unserer modernen Zeit. Diese Ausstellung lade dazu ein, über den Wert von Materialien und ihr Potenzial für die Kunst nachzudenken.
Die verwendeten Materialen bringen den Aspekt vergangener Jahrzehnte in die jetzige Zeit und es entsteht eine Zeitreise sowie eine Gleichzeitigkeit von damals und jetzt, heißt es weiter. Durch ihre Arbeiten werden die vielfältigen Facetten von Nähe und Verbundenheit thematisiert: die Beziehung zu anderen Menschen, die Verbindung zu Tieren, unsere individuelle Nähe zur Natur und unser Umgang mit der Welt, in der wir gemeinsam leben.
Wie langsam könnte eine Reise voran gehen, damit unsere Seele diese in vollen Zügen erleben kann?
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