
Lothar Eifert und Janette Görig seit Jahrzehnten aktivBläserehrungen im feierlichen Rahmen beim Posaunenchor Schwarz
SCHWARZ (ol). Bei einer kleinen Abendmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwarz wurden Janette Görig und Lothar Eifert für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihren Einsatz im Posaunenchor Schwarz geehrt.
Die Evangelische Kirchengemeinde Schwarz hatte am Sonntagabend zu einer kleinen Abendmusik geladen, und wie der Name schon versprach, bot das vorbereitete Programm eine Vielzahl musikalischer Leckerbissen. Zur Unterstützung konnten die Bläser des Posaunenchor Schwarz den Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde aus Alsfeld gewinnen. Unter der Leitung von Dominik Kreuzer intonierten die Sängerinnen und Sänger in bekannter Manier den vierstimmigen geistlichen Chorgesang, und setzten gekonnt Marksteine im musikalischen Ablauf, so heißt es in einer Pressemitteilung des Posaunenchors.
In ihrer Ansprache lobte Pfarrerin Christine Müller das verbindende der Musik und deren Verwurzelung in der evangelischen Kirche. Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Janette Görig und Lothar Eifert für ihren langjährigen Bläserdienst im Evangelischen Posaunenchor Schwarz. Der Vorsitzende des Posaunenchores, Lars Wicke, unterstrich zu Beginn seiner Worte die Bedeutung eines jeden einzelnen Musikers für den Chor als Gesamtheit und das nur durch Bläser wie Janette und Lothar das umfangreiche Aufgabenspektrum des Posaunenchores Schwarz erfüllt werden könne.
Der Weg von Janette Görig im Posaunenchor begann 1998, zusammen mit zehn weiteren Jungen und Mädchen, noch unter der Anleitung von Heinrich Peter Eifert, begann Sie ihre Jungbläserausbildung. Nach einer bewegten Zeit als Jungbläserin, mit legendären Freizeiten in Mahlerts, Dalherda oder Flensungen folgte der Übergang in den Großen Chor. Auf diesem Wege hatten leider die anderen Ausbildungskollegen ihre Instrumente an den Nagel gehängt. Umso schöner und wertvoller sei es aber, dass Janette ihren Weg fortgesetzt habe, auch während der Jahre mit Wohnsitz in Bad Salzschlirf und Alsfeld.
Janette ist ihrem Chor treu geblieben und hat beständig den Weg in die Übungsstunde und zu den Auftritten gefunden. In diesen 25 Jahren habe sich die Jubilarin zu einer der tragenden Säulen im Chor entwickelt und hat sich darüber hinaus auch als Mitglied im Vereinsvorstand engagiert. Für ihren Dienst im Posaunenchor wurde Janette Görig vom Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit der Bläsernadel in Gold ausgezeichnet, vom Posaunenchor erhielt sie einen Ehrenpokal in Säulenform, der auch ihre Position im Chor bildhaft darstelle.
Noch weiter zurück reicht der Weg von Lothar Eifert. Bei der Gründung des Posaunenchores 1960 war er noch zu jung, um zu den Gründungsmitgliedern zu gehören. Er musste sich noch 3 Jahre gedulden, bis er von seinem Vater, Heinrich Peter Eifert, formal in die Jungbläserausbildung aufgenommen wurde. Seit diesem Zeitpunkt sind mittlerweile 60 Jahre vergangen, damals war Konrad Adenauer noch Bundeskanzler. In diesen Jahren kommen gut 9000 Bläsereinsätze zusammen, heißt es. Eine Zahl, die kaum zu fassen sei. Auch die zeitweise berufliche Abwesenheit in Franken habe dabei keinen Abbruch getan. Wenn geblasen wurde, wurde geblasen. Dabei musste die Familie auch häufig zurückstehen. In den 1980er Jahren übernahm Lothar Eifert zudem den Vorsitz des Posaunenchores und leistete neben dem normalen Bläserdienst auch immense Vereinsarbeit. Nach dem Rückzug aus dem Vorstand sei Lothar wichtiger Unterstützer und Ideengeber in der zweiten Reihe geblieben. Wenn man ihn braucht, ist er da, mit Rat und Tat, heißt es weiter. Dabei hebe er aber auch selbstverständlich den Zeigefinger und mahne über das Eine oder Andere vielleicht noch einmal nachzudenken. Lothar Eifert wurde vom Posaunenwerk mit einer Dankesurkunde und einem Kunstschnitt ausgezeichnet. Der Posaunenchor überreicht ihm die „Kuhlo Medaille in Gold“ als Bläser des Herrn.
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