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Aurum Vermögensmanagement gibt einen Rückblick auf das Börsenjahr 2023 und betont die Bedeutung langfristiger AnlagestrategienDie Sache mit den jährlichen Börsenprognosen

ALSFELD (ol). Aurum Vermögensmanagement blickt auf das Börsenjahr 2023 zurück und betont die Bedeutung langfristiger Anlagestrategien angesichts unsicherer Marktprognosen. Die Empfehlung lautet, eine breite Streuung des Anlagevermögens anzustreben und taktische Anpassungen vorzunehmen, um eine stabilere Rendite zu erzielen.

Rückblick 2023

Noch wenige Wochen und ein bewegtes Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu.

Nach dem schwierigen Börsenjahr 2022 zeigte sich auch das Jahr 2023 eher durchwachsen. Zwar liegen die weltweiten Aktienindizes en gros in der Gewinnzone, jedoch lediglich gestützt von wenigen gewichtigen Einzelwerten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der US-Aktienindex S&P 500, bestehend aus 500 Einzelwerten. Für den Großteil der Gewinne in diesem Index sind nur sieben Unternehmen verantwortlich: Alphabet (Google), Amazon, Apple, Microsoft, Meta (Facebook), Nvidia und Tesla. Sie steuerten 73 Prozent des Gesamtzuwachses bei. Auf die anderen 493 im S&P 500 enthaltenen Unternehmen entfielen lediglich die restlichen 27 Prozent. Würde man jene 7 Werte aus dem Index herausrechnen, so stünde seit Jahresbeginn für die verbleibenden 493 Werte sogar ein Kursverlust von 6 Prozent zu Buche. Fast jedes dritte Unternehmen im S&P 500 verlor einen zweistelligen Prozentsatz.

Viele kleinere und mittlere Unternehmen, etwa im US-Aktienindex Russell 2000 oder im deutschen MDAX mussten zum Teil ebenso deutliche Kursverluste hinnehmen. Diese Werte der zweiten Reihe weisen im historischen Vergleich zwischenzeitlich eine günstige Bewertung auf.

Europas und ganz besonders Deutschlands Wirtschaft leidet unter den gestiegenen Energiepreisen. Demgegenüber steht eine relativ robuste US-Wirtschaft.

Steigende Renditen führten auch in diesem Jahr am Anleihenmarkt zu weiter fallenden Kursen, jedoch verlor die Inflation im Jahresverlauf deutlich an Fahrt und die Kurse der Festzinspapiere konnten sich stabilisieren.

Alle Jahre wieder…

Der Dezember ist traditionell der Monat der Prognosen für das folgende Jahr. Alle Jahre wieder erfolgt der imaginäre Blick in die Kristallkugel. Wo stehen die Aktienindizes in einem Jahr? Wie entwickelt sich die Inflation und wo gehen die Zinsen hin? Was machen die Rohstoffpreise? Diese und ähnliche Fragen interessieren die allermeisten Anleger. Und auch die Medien sind davon begeistert, bringen solche Prognosen mit ihrer durch Berechnungsmodelle vermeintlich punktgenauen Präzision doch lukrative Aufmerksamkeit. Am Ende werden die treffsichersten Vorhersagen gefeiert und die große Menge der Fehlprognosen gerät in Vergessenheit.

An der Börse bleibt insbesondere die kurzfristige Zukunft ungewiss. Niemand weiß, ob der Ukraine-Krieg endet oder weiter eskaliert und Naturkatastrophen lassen sich ebenso wenig vorhersagen wie eine Pandemie.

Auch wenn aus diesen Gründen der Blick in die Glaskugel stets mit Vorsicht zu genießen ist, so ermöglicht er, losgelöst von konkreten Kurszielprognosen und unter Berücksichtigung von Unwägbarkeiten, zumindest eine Orientierung über die Tendenzen der vorherrschenden wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge.

Eine solide Anlagestrategie funktioniert ohne Prognosen

Sein Vermögen sollte man an kurzfristigen Vorhersagen aufgrund der hohen Prognoseunsicherheit jedoch lieber nicht ausrichten, sondern sich maximal auf taktische Depotanpassungen beschränken.

Eine solide Anlagestrategie legt den Fokus hingegen unter Berücksichtigung individueller Prämissen (zum Beispiel persönliche Lebensplanung, Risikoneigung) auf langfristig stabiles Wachstum und wirtschaftliche Nachhaltigkeit (Qualität der Investments).

Alleine schon ein längerfristiger Anlagehorizont reduziert das Verlustrisiko deutlich: So erzielten beispielweise Anleger im DAX-Aktienindex in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche Jahresrendite von ca. 8 Prozent. Bei Anlegern mit kurzen Anlagehorizont lagen Licht und Schatten jedoch dicht beisammen. Im besten Fall war über eine Anlagezeitraum von nur einem Jahr eine Rendite in Höhe von  84 Prozent möglich. Im schlechtesten Fall kam es allerdings zu einem Verlust von 44 Prozent. Mit längerem Anlagehorizont reduzierten sich in der Historie diese Extremwerte deutlich in Richtung der o.g. durchschnittlichen Jahresrendite. Ab einem Anlagehorizont von 15 Jahren kam es selbst beim schlechtesten Einstiegszeitpunkt (kurz vor einem Crash) zu keinem Verlust mehr.

Weitere Erfolgsfaktoren sind unter anderem eine breite Streuung des Anlagevermögens auf verschiedene Anlageklassen (zum Beispiel Aktien, Anleihen, Gold, Immobilien), Regionen und unterschiedliche Einstiegszeitpunkte, abgerundet durch taktische Portfolioanpassungen im Zeitverlauf. Auf diese Weise können Wertschwankungen reduziert und eine vergleichsweise stabilere Rendite erzielt werden. So entstand beispielsweise im aktuellen Jahr bei einem gemeinhin als sicher geltenden reinen Anleihenportfolio zwar ein Wertverlust, vermeintlich riskantere Anlagen in Aktien und Gold konnten jedoch für einen positiven Ausgleich sorgen.

Für 2024 rechnen wir hingegen wieder mit einem freundlicheren Rentenmarkt. Eine höhere Gewichtung des Anleihesegments sollte nach den zurückliegenden Jahren des „zinslosen Risikos“ aufgrund attraktiverer Renditen endlich wieder zur gewünschten Verbesserung des Chance-/Risiko-Profils eines Depots führen.

Dies eröffnet auch auf der Aktienseite Chancen, etwa bei temporären Kursrückgängen durch taktische Umschichtungen aus der „Investitionsreserve“ in günstig bewertete Unternehmen.

Wir freuen uns, Sie auch im kommenden Jahr rund um das Thema Geldanlage und Kapitalmarkt zu begleiten und wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch in ein glückliches, friedvolles neues Jahr.

 

Disclaimer: Der obige Marktkommentar gilt nicht als Finanzanalyse i.S.d. § 34 b WpHG und spiegelt lediglich die Meinung des Verfassers wider. Insbesondere stellt der Marktkommentar weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung von Finanzinstrumenten dar. Er dient ausschließlich zu Informationszwecken. Der Verfasser und redaktionell Verantwortliche ist:

Aurum Vermögensmanagement GmbH,                                                                                      Ralf Scheuer,                                                                                                                 Bürgermeister-Haas-Str. 5, 36304 Alsfeld                                                                               Telefon 06631/ 8018-444.

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