
Auch Romrod soll weniger Geld bekommenPetition der Mehrgenerationenhäuser gegen Fördermittelkürzung
ROMROD (ol). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant, die Fördermittel für die Mehrgenerationenhäuser (MGH) um 5 Prozent zu kürzen. Auch das MGH in Romrod ist betroffen und startet eine Petition, um die Kürzung abzuwenden. Die MGHs argumentieren, dass die Ausgaben in den letzten Jahren gestiegen sind und die Kürzung ihre Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt negativ beeinflussen wird. Der Bürgermeister von Romrod unterstützt ebenfalls den Protest und weist auf die Bedeutung der MGHs für das Gemeinschaftsleben hin.
Anfang des Monats hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) laut einer Pressemitteilung der Stadt Romrod angekündigt, die Mittel für die 530 Mehrgenerationenhäuser (MGH) zu kürzen. Davon ist auch das MGH Romrod betroffen: Statt 40.000 Euro gibt’s fortan nur noch 38.000 Euro pro Jahr, ein Minus von fünf Prozent. Dem Ministerium spart das rund eine Million Euro im Haushalt. Die Betroffenen wollen die Kürzung jedoch mit einer Petition abwenden – auch in Romrod.
MGHs wollen Kürzung abwenden: „Wir sorgen für gesellschaftlichen Zusammenhalt“
„Diese Kürzung ist schmerzhaft, das grundsätzliche Festhalten an der Förderung macht aber deutlich, dass das BMFSFJ zur Arbeit der Mehrgenerationenhäuser steht und diese unterstützt“, heißt es seitens des Ministeriums. Das sehen die Mehrgenerationenhäuser freilich anders, denn die Kürzung kommt zu einer Zeit, da die Ausgaben steigen: Gestiegene Preise, Betriebskosten und Tariferhöhungen führten zu realen Kostensteigerungen von 16 Prozent. Statt eines Inflationsausgleichs gäbe es nun Kürzungen für die Häuser. „Wir als Mehrgenerationenhäuser fühlen uns von der Bundespolitik übersehen“, heißt es in der Online-Petition „Für eine starke Zukunft der Mehrgenerationenhäuser – stoppt die Fördermittelkürzung!“, die weitere Unterzeichner sucht.
Bürgermeister Hauke Schmehl: „Wird negative Auswirkungen haben“
Auch Romrods Bürgermeister Hauke Schmehl wendet sich gegen die Kürzungen: „Die Kürzung der Fördermittel für unser Mehrgenerationenhaus wird negative Auswirkungen auf das gemeinschaftliche Zusammenleben in Romrod haben, insbesondere für Jung und Alt, die von diesem Ort der Begegnung und des Austauschs profitieren. Mehrgenerationenhäuser sind wichtige soziale Einrichtungen, die verschiedene Altersgruppen zusammenbringen, um voneinander zu lernen, sich zu unterstützen und soziale Isolation zu reduzieren. Eine Kürzung der Fördermittel um fünf Prozent wird bedeuten, dass einige Aktivitäten oder Dienstleistungen eingeschränkt oder gestrichen werden müssen, was die Attraktivität und den Nutzen des Mehrgenerationenhauses mindern wird. Hierdurch werden weniger Programme und Angebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren zur Verfügung stehen“.
An der Petition teilnehmen
Wer die Petition unterzeichnen möchte, kann das über die Internetseite tun. Die Teilnahme an der Petition erfolgt namentlich (Vor- und Familienname), und es muss eine E-Mail-Adresse angegeben werden. An diese E-Mail-Adresse wird eine E-Mail geschickt, die bestätigt werden muss – erst dann gilt die Teilnahme als verifiziert.
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