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Ausstellung der Künstlerin Kae Schuch am Homberger Schloss im Monat MaiFrauenporträts im Lichte ihrer ganz eigenen Magie

HOMBERG (ol). Vor wenigen Tagen fand die Vernissage zur Ausstellung „40 Frauen ab 40 – ihre Porträts, Facetten und Geschichten“ der Alsfelder Künstlerin Kae Schuch in den Ausstellungsräumen des Homberger Schlosses statt.

Bei mildem Frühlingswetter und unter den Ästen der alten Hemlocktanne im Schloss-Vorhof begrüßte Anne Weißhuhn, eine der Kuratorinnen der Homberger Schlosspatrioten, die Künstlerin Kae Schuch und stellte die zur Zeit gezeigten fotografischen Porträts von Frauen in den Zusammenhang ihrer Entstehungsgeschichte und Bedeutung.

Besonders bemerkenswert sei der Kontext, in dem diese Bilder stehen. Kae Schuch, die an der University of Westminster in London sich in der Überschneidung einer Vielzahl von Medien ausbilden ließ, kombiniert in dieser Ausstellung die beiden Medien Film und Fotografie, heißt es in der Pressemeldung der Schlosspatrioten.

Nachdem sie in der Vergangenheit Kunst- und Musikprojekte vielfältiger Art zu verschiedenen Themenkomplexen entwickelt hatte, ist sie während der Corono-Lockdown-Zeit spontan einem Impuls gefolgt, über eine Facebook-Anzeige Frauen von 40 bis 65 zu suchen, die bereit waren, sich fotografisch so einfangen zu lassen, dass sie ihre ganz persönliche Magie in ihren Porträts wiedererkennen.

Es meldeten sich mehr als 1.200 Frauen, von denen sie in den letzten Monaten mit über 180 gesprochen hat und nach intensiven, sehr persönlichen Gesprächen 52 fotografierte. Der Prozess dieser fotografischen Begegnung, ihre Porträts und Geschichten,  sollte eine Reise zur Selbsterkenntnis werden. So entstand ein Projekt, das in einem Buch auch literarisch gespiegelt wurde, indem die einzelnen Stationen der Bildwerdung durch die dazu geführten Dialoge in einen sehr persönlichen Zusammenhang gestellt werden.

Alle Fotos: Sonja Dören

Mit dieser Ausstellung und dem dazugehörigen Buch lädt Kae Schuch dazu ein, einen Blick in die Gedanken, das Leben und die Erfahrungen von 40 Frauen über 40 unterschiedlichster Herkunft zu werfen. Die Ausstellung ist interaktiv, so dass es ratsam ist, Kopfhörer mitzubringen.

Über den QR-Code an den Bildern wird man über Youtube an den Film weitergeleitet, der die Gesprächssituation wiedergibt, in der die porträtierte Frau über ihr Befinden und Empfinden während der Fotosession spricht. Einige zu den Fotos dazu gelegte Porträtkarten machen aber auch zu Hause ein ungestörtes Aufrufen der Filmsequenz möglich.

So ist mit dieser Ausstellung also wirklich ein Paukenschlag intermedialer Ausdruckskunst gelungen, die den Betrachter wirklich in den Bann zieht. Für so manche Frau werden die Porträts und ihre Geschichten einen Selbstreflex auslösen, sich zu fragen, wie würde ich mich wohl gern fotografieren lassen, was sollte in meinem Porträt von meinem tiefsten Innern zum Ausdruck kommen? Was wäre meine ganz persönliche Magie?

Diese Ausstellung wird noch bis Ende Mai im Homberger Schloss zu sehen sein. Sie ist die Auftakt-Ausstellung von insgesamt sechs Ausstellungen, die in diesem Jahr von den Kuratorinnen der Schlosspatrioten ausgewählt wurden und jeden Monat ihre Würdigung in den schönen Ausstellungsräumen des Schlosses finden können.

Dass der Rahmen dazu immer auch ein ganz besonderer ist, werden die Besucher erleben, wenn sie den wunderschönen Schlossgarten betreten, sich im liebevoll restaurierten Café  ein Stück selbstgebackenen Kuchen aussuchen und von dort oben einen herrlichen Blick über Homberg und seine schöne Umgebung werfen können.

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