
Förderprogramm für die Verbesserung der Mobilität auf dem Land wird fortgesetztGute Chancen für den Bürgerbus
GEMÜNDEN (ol). Das Interesse der Menschen für einen Bürgerbus in Gemünden ist groß. In verschiedenen Bereichen würde dieser viele Vorteile mit sich bringen. Jetzt wo das Förderprogramm für die Verbesserung der Mobilität auf dem Land fortgesetzt und Bürgerbusprojekte weiter gefördert werden, rechnen sich die Verantwortlichen gute Chancen für die Umsetzung aus.
Es gibt positive Signale für die Einrichtung des Bürgerbusses in der Gemeinde Gemünden. Das teilt der Seniorenbeirat in einer Pressenotiz mit. Nach Auskunft der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ werde das Förderprogramm für die Verbesserung der Mobilität auf dem Land fortgesetzt. Das Land werde weiterhin Bürgerbusprojekte in hessischen Kommunen unterstützen.
„Es wird noch in diesem Jahr die Auslieferung weiterer Busse geben, hat uns die Landesstiftung mitgeteilt,“ berichtet Eva Wolf, die sich im Rahmen des Seniorenbeirats um das Projekt in Gemünden kümmert. Insgesamt sei die Vergabe von 45 Fahrzeugen bereits beschlossen. Da diese nicht gleichzeitig und mit einer einzigen Auslieferung an die Gemeinden gehen, werde es vermutlich noch bis zum nächsten Jahr dauern, bis auch Gemünden mit seinem Bürgerbus rechnen kann.
Eva Wolf zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt in Wiesbaden auf einem guten Weg sei. Sie erinnerte an die Bedeutung, die ein Bürgerbus für die Verbesserung der Alltagsmobilität in Gemünden leisten könne. Sowohl für Arztbesuche, Fahrten zum Einkauf oder auch Vereinsaktivitäten werde er ein hilfreiches Angebot bieten. Darüber hinaus fördere das Land mittlerweile ausschließlich Elektrobusse, so dass der Bürgerbus auch in Sachen Klima- und Umweltschutz ein vorbildliches Projekt sei.
Da sich bei den bisher eingesetzten E-Bussen herausgestellt hat, dass eine größere Reichweite wünschenswert ist, sollen die nächsten Fahrzeuge mit stärkeren Batterien ausgestattet werden.
GemündenMobil ist bereit
Einen Lenkungskreis hat die Bürgerbus-Initiative bereits im letzten Jahr eingerichtet und man sei auf das Startsignal aus Wiesbaden bestens vorbereitet. Unter Mitwirkung von Bürgermeister Daniel Müller habe man bereits einen Entwurf für den Trägerverein des Projekts formuliert. Unter dem Namen „GemündenMobil“ könne dieser zeitnah die Ausgestaltung des Konzepts für den Busbetrieb übernehmen. Dessen Grundzüge seien ebenfalls schon diskutiert und in einem nächsten Schritt soll dies ausformuliert werden.
Eva Wolf erinnerte daran, wie groß das Interesse am Bürgerbus in der Gemeinde sei. Aus verschiedenen Ortsteilen hätten Bürger nicht nur ihr Interesse an der Mitgestaltung des Projekts bekundet, sondern sich teilweise auch bereit erklärt, als Busfahrerinnen beziehungsweise Busfahrer aktiv zu werden.
„Ich hoffe, dass dieses Interesse wach bleibt und wir gemeinsam die Geduld aufbringen, den Entscheidungsprozess in Wiesbaden abzuwarten,“ sagte sie. Sobald aus Wiesbaden das verbindliche Signal für die Förderung des Gemündener Bürgerbusses komme, werde die Vereinsgründung von „GemündenMobil“ erfolgen und die weiteren Genehmigungsschritte zügig beschritten werden. Wer sich noch an der Ausgestaltung des Bürgerbus-Projekts beteiligen will, ist eingeladen, sich bei Eva Wolf zu melden (T.: 06634 – 1771).
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Was für eine Geldverschwendung… Der Bürger möchte individuell und jederzeit entscheiden können, wo er hinfährt. Alles andere ist ideologische Blödsinn.
Der alleinstehende, ältere Mitbürger ist dankbar dafür, dass es Angebote gibt, die dafür sorgen, dass er selbständig einkaufen oder zum Arzt kommt, gerade, wenn er selbst nicht mehr fahren will oder kann. In unserer Gegend ist halt der ÖPNV oder das Taxiangebot sehr übersichtlich. An dieser Stelle ist der Bürgerbus eine willkommene Alternative und hat überhaupt nichts mit Ideologie zu tun.