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Ausschuss für Bau-, Land-, Forstwirtschaft, Umweltschutz und VerkehrHerbsteiner Ver- und Entsorgung auf einem guten Weg

HERBSTEIN (ol). Im Beisein von Bürgermeister Bernhard Ziegler sowie Verantwortlichen aus der Verwaltung und des Bauhofes erkundigte sich der Ausschuss für Bau-, Land-, Forstwirtschaft, Umweltschutz und Verkehr (BLFUV) der Stadt Herbstein jüngst über die städtische Wasserversorgungs- sowie Abwasserbeseitigungsanlagen.

Durch die Ertüchtigung aller neun Trinkwasserbrunnen, der Sanierung der Hochbehälter sowie die Erneuerung und Erweiterung vorhandener technischer Anlagen in den Betriebsbauten sei man im Bereich der Trinkwasser- sowie Löschwasserversorgung aktuell sehr gut aufgestellt, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kreisverwaltung lobt das Engagement der Stadt Herbstein im Bereich der Wasserversorgung und ruft auch andere Gemeinde dazu auf, ihre Anlagen auf notwendige Ertüchtigungen hin zu überprüfen.

Im Stadtgebiet Herbsten werden jährlich rund 250.000 Kubikmeter Wasser zu Tage gefördert und über ein 65 Kilometer langes Leitungsnetz an etwa 1.700 Haushalte verteilt. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Stadtgebiet Herbstein etwa zwei Millionen Euro investiert. Hierzu gehören auch die Bohrung eines neuen Brunnens sowie Errichtung eines Hochbehälters im Ortsteil Rixfeld.

In den nächsten Jahren sei noch die Sanierung des Hochbehälters Lanzenhain sowie die Erneuerung einer Entsäuerungsanlage im Brunnen Schlechtenwegen (zur Reduzierung des Säuregehalts) vorgesehen.

Gesamte Elektro-, Mess-, Steuer- sowie Regelungstechnik erneuert

Aus dem städtischen Kanalnetz mit etwa 75 Kilometern Länge werden jährlich insgesamt 1,5 Millionen Kubik Abwasser (Schmutz- sowie Regenwasser) den fünf Kläranlagen zugeführt und gereinigt. Das bei der Abwasserbehandlung anfallende Abfallprodukt, der Klärschlamm müsse in die Verbrennung gefahren werden. Zur Erhöhung der Speicher- bzw. Lagerkapazitäten wurden in vergangenen Jahren auf der Kläranlage Herbstein ein neuer Schlammlagerplatz sowie neue Schlammsilos errichtet. Ebenfalls wurde die gesamte Elektro-, Mess-, Steuer- sowie Regelungstechnik erneuert.

Im Bereich der Abwasserbehandlung wurden in den vergangenen vier Jahren bereits etwa 1,4 Millionen Euro investiert. Weitere auch größere Maßnahmen auf den anderen Kläranlagen werden in den kommenden Jahren allerdings noch anstehen. So werden derzeit Berechnungen beziehungsweise Planungen erarbeitet, die sich zum einen auf die Errichtung eines neuen Belebungsbecken (Kläranlage Herbstein) und zum anderen auf den möglichen Neubau der Kläranlagen Schlechtenwegen sowie Stockhausen beziehen.