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Erwin Wortelkamp im Kunstturm Mücke vom 6. Juni bis 18. Juli / Vernissage am 6. Juni um 14 UhrLiegende, Turmstücke und noch mehr

MÜCKE (ol). Drei Ausstellungen plant der Verein kunstturm mücke in diesem Jahr – die erste, eine Sammlung mit Werken von Erwin Wortelkamp, beschert dem Kunstturm im zwölften Jahr seines Bestehens auch gleich eine neue Installation am Turm, die von weither sichtbar sein wird.

Gleich Lkw-weise wurden die großen Exponate Wortelkamps nach Mücke gebracht. Der Künstler ist bekannt für große, dreidimensionale Arbeiten, vorzugsweise aus grobem Holz mit nur wenig bis keiner Farbe, die er an Gebäude anpasst, anbringt, anlehnt. Entsprechend dazu werden diese Werke vom Künstler selbst „Eckarbeiten“, „Liegende“ oder „Angelehnte“ genannt.

„Eckarbeiten“, „Liegende“ oder „Angelehnte“

Wortelkamp, der heute in Hasselbach/Westerwald und Acquaviva Picena lebt, kennt als ehemaliger Gastprofessor in Gießen die ländliche Region Oberhessens und ließ es sich – beeindruckt vom Engagement und den hochwertigen Ausstellungen, die Thomas Vinson und Volker Schönhals als künstlerische Leiter in die einzigartige Location an der ehemaligen Erzverladestation holen – nicht nehmen, den Kunstturm zu besichtigen und seine Auswahl an Raum und Ort anzupassen – ein Konzept, das mit dem Turm und der Umgebung korrespondiert und auf das man gespannt sein darf.

Große Offenheit bei dem 83-Jährigen

Thomas Vinson begegnete den Arbeiten Erwin Wortelkamps im DKM in Duisburg – er schrieb ihn an und fand eine große Offenheit bei dem 83-Jährigen vor, dessen Gestaltungswille ungebrochen ist. „Ich habe Erwin Wortelkamp während unseres gesamten Kontaktes und der Vorbereitungen als offen und neugierig erlebt, als Mensch ohne Allüren und Arroganz“, so Vinson, der voller Bewunderung das Lebenswerk des Künstlers mit ins Gespräch bringt, den Landschaftsraum „im Tal“ zwischen Hasselbach und Werkhausen, in dem 50 Künstlerinnen und Künstler in einem der größten Skulpturenparks Deutschlands ihre Werke ausstellen. Getragen wird dieses Engagement von der von Wortelkamp gegründeten Stiftung „im Tal“.

Künstlerische Laufbahn begann in den 60er-Jahren

Begonnen hat Wortelkamp seine künstlerische Laufbahn in den 60er-Jahren mit einem Studium an der Kunstakademie München. Er war Assistent an der pädagogischen Hochschule Freiburg und hatte Gastprofessuren an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Witten/Herdecke inne. Zahlreiche Ausstellungen, u. a. auf der Documenta, im Albertinum in Dresden oder im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia untermauen Wortelkamps Ruf in der Kunstwelt, obwohl der Künstler am Kunstmarkt nicht auftritt. Ihn zeichnen neben seiner außerordentlichen Schaffenskraft Bodenständigkeit und eine Verbindung zum ländlichen Raum aus.

Eröffnung ist am 6. Juni

All das kann man nun vom 6. Juni bis zum 18 Juli im Kunstturm Mücke erleben. Thomas Vinson eröffnet die Ausstellung am 6. Juni um 14 Uhr. Erwin Wortelkamp wird am 11. Juli um 14 Uhr in Mücke erwartet. Die Ausstellung selbst ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und kann auch nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden (0172 1365286). Gefördert wird sie von ArtRegio, dem Kulturengagement der SparkassenVersicherung.

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