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Vogelsberger Linke wollen Sportkommission oder Sportbeirat etablierenSport soll höheren Stellenwert in Kreispolitik erhalten

VOGELSBERG (ol). „Der Sport muss wieder einen höheren Stellenwert in der Kreispolitik erhalten“, erklären die Vogelsberger Linken und schlagen aus diesem Grund vor, wieder eine Sportkommission oder einen Sportbeirat zu etablieren, um einen direkten Austausch zu ermöglichen. Dafür möchte sich die Partei in der kommenden Wahlperiode einsetzen.

In der Pressemitteilung der Vogelsberger Linken heißt es, bis vor einigen Jahren existierte eine Sportkommission und ermöglichte einen direkten Austausch zwischen den entsprechenden Verbänden und der Kreispolitik. Nach deren Abschaffung habe sich im Rahmen der Sportentwicklungsplanung sehr deutlich gezeigt, dass es ohne nicht geht. Sich dafür im nächsten Kreistag einzusetzen versprachen Spitzenkandidat Dietmar Schnell und Ko-Spitzenkandidatin Sandra Weiershäuser-Kullick den Vertreterinnen und Vertretern des Sportkreises in einem ausführlichen Meinungsaustausch, der coronabedingt virtuell erfolgen musste.

„Wir sind außerdem dafür, dem Sportkreis für die Übungsleiter- bzw. Vereinsmanagerausbildung 1.000 Euro jährlich zur Verfügung zu stellen“, sagte Sandra Weiershäuser-Kullick weiter. Eine gute Ausbildung für die immer schwieriger zu findenden Ehrenamtlichen sollte dem Kreis einen solchen Betrag wert sein, denn Ehrenamtler hätten mehr verdient als „warme Worte“ in Sonntagsreden.

„Darüber hinaus waren wir uns einig, dass die Sportförderung des Kreises auch zukünftig ihren Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche legen sollte. Allerdings wäre es wünschenswert, der besonderen Förderung von Mädchensport sowie Inklusions- und Integrationsbemühungen hierbei stärkere Beachtung zukommen zu lassen“, konstatiert Schnell weiter. Das gelte auch für den Bereich der Digitalisierung. Die Linke plädiere dafür, den Sportvereinen hier zusätzliche Unterstützung zukommen lassen.

In der Bestandsaufnahme des Sportentwicklungsplanes werde deutlich, dass im östlichen Teil des Kreises trotz des Baus der Vulkanhalle nach wie vor ein Mangel an Sporthallen bestehe. „Das ist eine Bestätigung meiner langjährigen Bemühungen darum, dass der Kreis in Wartenberg eine auch für den Vereinssport nutzbare Turnhalle mit Wettkampfmaßen baut. Hier muss nun nach jahrelangem Hinhalten endlich gehandelt werden. Ich bin sicher, dass die Gemeinde bereit wäre ihr Scherflein beizutragen“, sagte Schnell.

Die aktuelle Halle sei inzwischen über fünfzig Jahre alt und in desolatem Zustand, was auch der Sportentwicklungsplan bestätigt. Mit einer Minihalle wie vom Landrat ins Gespräch gebracht sei im Übrigen niemandem gedient. Das würde im Gegenteil den bestehenden Mangel im Osten des Kreises weiter verschärfen.