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Im Rahmen ihrer SommertourGrüne Landtagsabgeordnete Mirjam Schmidt zu Gast beim Lauterbacher Kulturverein

LAUTERBACH (ol). Die Sprecherin für Kunst und Kultur der Grünen Landtagsfraktion, Mirjam Schmidt, besuchte vor Kurzem im Rahmen ihrer Sommertour den Vogelsbergkreis – genauer gesagt: den Lauterbacher Kulturverein.

Mirjam Schmidt und die für den Vogelsbergkreis zuständige Grüne Landtagsabgeordnete Eva Goldbach trafen sich mit Vertretern des Lauterbacher Kulturvereins auf Schloss Eisenbach. Begleitet wurden sie von der Sprecherin des Grünen Kreisverbands Vogelsberg, Gabriele Szepanski, sowie Jutta Jawansky-Dyroff und Berndt Ott . Der Kulturverein Lauterbach wurde im Jahr 1990 unter anderem von Tilo Pfeifer gegründet und hat heute knapp 80 Mitglieder, heißt es in der Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten.

Die Vorstände Martin Krauss, Anka Hirsch und Norbert Ludwig stellten die Arbeit des Vereins vor und führten die Politiker durch den historischen Gewölbekeller im Schloss. Dort finden normalerweise regelmäßig Konzerte und andere kulturelle Events statt. Wegen der Corona-Pandemie mussten in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, beziehungsweise ins kommende Jahr verschoben werden.

Martin Krauss schilderte den immensen ehrenamtlichen Aufwand, den die Mitglieder leisten müssen, um das breitgefächerte Angebot des Vereins aufrechterhalten zu können. Besonders bedauerlich sei, dass seit der Gründung in den letzten 25 Jahren die finanzielle Unterstützung seitens der Stadt Lauterbach mehr und mehr zurückgefahren worden sei und seit über 20 Jahren gar keine städtischen Fördermittel mehr in den Verein fließen würden.

„Ein nicht-kommerzielles kulturelles Angebot auch abseits des Mainstreams, in etwas wie dies, das der Kulturverein seit 30 Jahren in Lauterbach durchführt, sollte eine kommunale Aufgabe sein. Diskussionen darüber, wie das praktisch umsetzbar wäre und was unter einer kulturellen Grundversorgung zu verstehen ist, stellen wir uns sehr fruchtbar vor. Grundsätzlich fehlt es uns nicht in erster Linie nur an Geld, sondern an Wertschätzung von Seiten der öffentlichen Hände. Darum freuen wir uns besonders über die nützlichen Initiativen von Mirjam Schmidt“, so Martin Krauss.

Anka Hirsch beschrieb die finanzielle Lage einiger freischaffender Künstler in der Region, die durch die Pandemie trotz staatlicher Hilfen um ihre Existenz kämpfen müssen. „Corona wirkt wie ein Brennglas, das lange kultivierte Missstände, strukturelle Probleme und Unterfinanzierung auf einmal sichtbar macht, nicht zuletzt, weil das Fördersystem und die kulturelle Infrastruktur nicht auf Ausfall-Szenarien ausgerichtet sind. Deshalb muss es in erster Linie in Zukunft darum gehen, Strukturen resilient, also widerstandsfähig gegen zukünftige Krisen zu gestalten“, so Mirjam Schmidt. „Ich bin begeistert von dem ehrenamtlichen Engagement im Kulturverein und wünschte, die Stadt Lauterbach würde diese und andere kulturell tätige Vereine dauerhaft und verlässlich unterstützen. Die Förderung von Kunst und Kultur ist eine Investition in die Gesellschaft“, so Goldbach.

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