Bauen und Wohnen0

Spatenstich Neubaugebiet HelmsgründchenKünftig 21 neue Grundstücke am Ortsrand von Angersbach

ANGERSBACH (ol). Am Ortsrand von Wartenberg-Angersbach entsteht das neue Baugebiet „Helmsgründchen“. Insgesamt 21 Grundstücke wird die Firma Caspar aus Lautertal in den kommenden Wochen im Auftrag der Gemeinde erschließen. Für den symbolischen Start griffen die Beteiligten kürzlich zum Spaten.

„Die Zeichen in Wartenberg stehen weiter auf Wachstum: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist hoch, deshalb ist es wichtig, dass es jetzt losgeht“, freut sich Bürgermeister Dr. Dahlmann. In den letzten Monaten wurde die Liste der Interessenten für einen Bauplatz immer länger und umfasste schließlich rund 50 Bewerber: drei Mal mehr als Bauplätze, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde.

15 Bauplätze befinden sich im allgemeinen Wohngebiet, sechs Grundstücke befinden sich im Mischgebiet. Dort ist so genanntes nicht störendes Gewerbe aber auch wohnen zulässig. Im Rahmen der Baulandumlegung hat die Gemeinde Wartenberg insgesamt fünf Wohnbaugrundstücke und vier Grundstücke im Mischgebiet erhalten und kann diese nun in Eigenregie vermarkten. Bernd Wahl, Vorsitzender der Wartenberger Gemeindevertretung, betont: „Die Gemeindevertretung ist erfreut darüber, dass die Schaffung dieses Neubaugebietes zeitnah und ohne Hindernisse umgesetzt werden konnte. Es ermöglicht Bauinteressenten im privaten und gewerblichen Bereich im Ortsteil Angersbach sesshaft zu werden.“

In die Erschließung des Baugebietes „Helmsgründchen“ investiert die Gemeinde Wartenberg voraussichtlich rund 750.000 Euro. Die geplanten Baukosten belaufen sich dabei auf rund 640.000 Euro, wobei Kanal und Wasserleitung mit 260.000 Euro beziehungsweise 107.000 Euro zu Buche schlagen. Die Errichtung der Baustraße wird mit 270.000 Euro beziffert. „Wir bauen zuerst lediglich eine Baustraße und sehen den Endausbau dann vor, wenn die meisten Bauherren ihr Gebäude fertiggestellt haben“, informiert Dahlmann. Nach jetzigem Zeitplan werden die Tiefbauarbeiten für Kanal und Wasser voraussichtlich im Frühsommer 2021 beendet sein, so dass die neuen Eigentümer ab dann ihr Grundstück über die Baustraße erreichen und auch mit dem Hausbau beginnen können.

„In den kommenden Wochen werden rund 2.000 m³ Boden ausgehoben und abtransportiert, 21 Hausanschlüsse gelegt und rund 1.500 Meter Baustraße errichtet“, so Dirk Eckerscham. Das gleichnamige Ingenieurbüro aus Künzell wurde mit den Planungsarbeiten und der Durchführung der Fachbauleitung für die insgesamt rund 3,24 Hektar große Fläche beauftragt.

Aktuell laufen in der Gemeinde die letzten Vorbereitungen für die Vermarktung der gemeindlichen Bauplätze. Angesichts der starken Nachfrage wird es erstmals in der Gemeinde Wartenberg Kriterien für die Vergabe der gemeindlichen Wohnbaugrundstücke geben. Hierüber berät die Gemeindevertretung aber noch gesondert in der kommenden Sitzung. Laut Bürgermeister Dahlmann werden im vorliegenden Entwurf insbesondere bereits im eigenen Haushalt lebende Kinder, das bisherige ehrenamtliche Engagement sowie der erstmalige Erwerb von Eigentum berücksichtigt. „Damit setzen wir ein deutliches Zeichen und unterstreichen unsere Familienfreundlichkeit“, so Dahlmann.

Damit auch künftig Neubaugrundstücke zur Verfügung stehen, wurde im Wartenberger Rathaus mit vorbereitenden Arbeiten und ersten Vorprüfungen zur möglichen Ausweisung eines Neubaugebietes in Landenhausen begonnen.