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Die Richtigen getippt, aber sich nicht gemeldetWem in Alsfeld gehört der Lottogewinn von 77.792 Euro?

ALSFELD (ol). Ein Alsfelder oder eine Alsfelderin könnte viele Sorgen los sein – wenn er oder sie sich endlich zu einer Lottostelle begeben würde. Denn jemand in der Stadt hat 77.792 Euro gewonnen – sich aber noch nicht gemeldet.

Der dazugehörige Spielschein wurde am Samstag, 6. Juni, um kurz vor 11 Uhr in einer Lotto-Verkaufsstelle in der Alsfelder Innenstadt abgegeben, allerdings ohne Kundenkarte und damit anonym. Der Tipper oder die Tipperin wählte die beiden Lotterien Lotto 6aus49 und Spiel 77, entschied sich für vier Wochen Laufzeit und bezahlte insgesamt 53 Euro. Doch seitdem scheint er oder sie sich nicht mit der überreichten Spielquittung beschäftigt zu haben. Genau am ersten Gültigkeitstag erzielte diese einen Treffer in der zweithöchsten Gewinnklasse im Spiel 77, exakt 77.777 Euro – doch dieser Betrag ist genau wie weitere kleinere Treffer aus folgenden Ziehungen nicht eingelöst worden, in Summe 77.792 Euro.

Entscheidend für die Gewinneinlösung anonym gespielter Tipps ist die Vorlage der Spielquittung. Gewinne, die durch die Vorlage der Kundenkarte mit einem Kundenkonto verknüpft sind, werden hingegen bei Nichteinlösung automatisch auf das hinterlegte Bankkonto überwiesen.

„Leider kommt es vor, dass Gewinner ihr Geld buchstäblich liegen lassen. Zuletzt suchten wir den anonymen Besitzer eines am 17. Januar in einer Lotto-Verkaufsstelle im südhessischen Kreis Darmstadt-Dieburg abgegebenen Spielscheins, der damit 100.000 Euro erzielt hatte. Hier warten wir leider bislang vergeblich. Hoffentlich bahnt sich in Alsfeld nicht erneut ein solcher Fall an“, sagt Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer der Lotto Hessen GmbH, in einer Pressemitteilung und verweist auf die Kundenkarte, die jeden Gewinnfall absichert und für den Tipper kostenlos ist.

Gewinne können in jeder der rund 2.000 hessischen Lotto-Verkaufsstellen oder in der Zentrale von Lotto Hessen in Wiesbaden geltend gemacht werden. Entscheidend dafür ist die gültige Spielquittung, in diesem Fall mit den sechs richtigen Endziffern 9 5 1 5 7 8 für die Lotterie Spiel 77 vom 6. Juni. Erst nach Ablauf der dreijährigen gesetzlichen Frist verfällt der Gewinn. Endgültig nicht abgeholte Gewinne wandern in einen Topf für Sonderauslosungen, um wieder ausgespielt zu werden. Nicht abgeholte Gewinne anonym spielender Tipper summieren sich auf durchschnittlich 40.000 Euro pro Woche, in der Regel handelt es sich jeweils um kleinere Beträge.

Jürgen Dotzel, Chef vom Tabakladen Moeser in Alsfeld, verkauft seit 23 Jahren Lottoscheine. Ob der Gewinner sein Los bei ihm erstanden hat, weiß er allerdings nicht. „Früher haben die Annahmestellen Plakate bekommen, wenn jemand ein Los mit einem großen Gewinn dort gekauft hat“, sagt er. Doch das sei irgendwann verboten worden. Für die Verkaufsstelle, die den Gewinn auszahlt, gibt es in manchen Fällen eine Provision von 3,1 Prozent, sagt er. Doch das gilt nur bis zu einer Gewinnsumme von 8000 Euro.

Es können viele Gründe geben, warum sich jemand nicht meldet, sagt Dotzel. „Der kann im Urlaub sein, der kann es vergessen haben“, sagt Dotzel. Auch in Coronazeiten habe er eigentlich gleichbleibend viele Lose verkauft. Aber eines mit einem großen Gewinn zu verkaufen sei sehr unwahrscheinlich.

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