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Tests alle 14 Tage möglich - Tests sind freiwilligKostenlose Corona-Tests für hessische Lehrkräfte

HESSEN (ol). In Hessen können sich ab nächster Woche alle Landesbediensteten an hessischen Schulen freiwillige und kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Das mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen entwickelte Angebot richtet sich speziell an Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine konkreten Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen.

„Damit wir im neuen Schuljahr möglichst reibungslos und zügig zum Regelunterricht zurückkehren können, haben wir vor Kurzem unser Hygienekonzept abermals überarbeitet und aktualisiert“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am Mittwoch in Wiesbaden. „Ich freue mich sehr, dass wir darüber hinaus ab nächster Woche allen Landesbediensteten an hessischen Schulen die Möglichkeit geben können, sich freiwillig und kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen.“

Tests alle 14 Tage möglich

Das mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen entwickelte Angebot richtet sich speziell an Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine konkreten Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen. Für sie besteht bis zu den Herbstferien die Möglichkeit, sich außerhalb ihrer jeweiligen Unterrichtszeit alle 14 Tage einem kostenlosen Test zu unterziehen. „Die deutliche Ausweitung der Testkapazitäten ermöglicht es uns, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen, sie zu unterbrechen und das Risiko einer unerkannten Verbreitung des Coronavirus an unseren Schulen zu minimieren“, so Lorz weiter. „Dadurch kommen wir nicht nur unserer Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nach, sondern tragen auch entscheidend dazu bei, dass sich unsere Beschäftigten ruhigen Gewissens auf ihre Hauptaufgabe – den Unterricht – konzentrieren können.“

Eine Verpflichtung zur Teilnahme bestehe aber ausdrücklich nicht, machte der Minister deutlich. Gleichwohl sei jeder Tag, an dem die Schulen dank des umsichtigen Verhaltens aller Beteiligten geöffnet bleiben könnten, ein guter Tag für den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler in Hessen. „Gerade vor dem Hintergrund aktuell wieder steigender Fallzahlen trägt jede getestete Person dazu bei, die Pandemie auch im neuen Schuljahr wirksam einzudämmen.“ Es müsse aber auch klar sein, dass jedes (negative) Testergebnis stets nur eine Momentaufnahme ist.

Hintergrund: Mit dem Test kann eine Infektion nachgewiesen werden, eine Aussage über eine bereits überstandene Infektion oder eine etwaige Immunität ist jedoch nicht möglich. Im Fall eines positiven Testergebnisses informiert das Labor, das mit der Auswertung betraut wurde, das zuständige Gesundheitsamt, das in einem zweiten Schritt die Schule der betroffenen Lehrkraft in Kenntnis setzt. Diese informiert das zuständige Staatliche Schulamt. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen sodann in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt.

15 Gedanken zu “Kostenlose Corona-Tests für hessische Lehrkräfte

  1. Ja,das ist gut. Nur warum besteht das Angebot nicht für andere Arbeitnehmer? Alle Eltern hängen ebenso in den Infektionsketten! Die Dummen werden wie schon so oft die Schüler sein, wenn man bei Einzelfällen bereits jetzt wieder ganze Schulen schließt. Wenn alle Firmen gleich komplett schließen würden … Das Erstaunliche ist aber auch, dass eine Woche vor Schulbeginn keinerlei Informationen zum Ablauf bekannt sind. Wie ist man vorbereitet auf ev. erneute Schließungen? Sind die Lehrkräfte inzwischen geschult worden, wie man so etwas handhabt oder hatten alle mal wieder einfach nur 6! Wochen Urlaub, weil’s vorher ja so anstrengend war ;-).

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  2. Lehrkräfte sollten unbedingt getestet werden, sie wechseln die Klassen mehrfach am Tag und sind die Risikoträger. Gerne Maske in den Fluren und am Hof,zu Schutze von Schülern UND Lehrkräften, aber auf keinen Fall im Unterricht. Bildung ist wichtig, soziales Miteinander ist wichtig. Ich bin gespannt, ob die Ministerien, Kreisverwaltung und Schulleitungen in den letzen 5! Monaten ihre „Hausaufgaben“ gemacht haben. Wo ist das Problem, wenn Lehrer genau wie alle möglichen Office-Arbeiter hinter dem Plexiglasaufsteller unterrichten? Wo sollten sie mehr gefährdet sein, als alle anderen Arbeitnehmer? Das ist langsam eine echte Farce, was da läuft mit dem Deckmäntelchen Beamtentum.Die „Normalis“ machen ihren Job, beaufsichtigen die Kinder, übernehmen die Lehrtätigkeit, verlieren Jobs, gehen in Kurzarbeit, akzeptieren Gehaltskürzung zum Wohle der Unternehmen und was ist mit den Beamten?! Bitte auch mal einen Teil zum Bewältien der Krise beitragen!

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  3. Toll für die Lehrer, aber extrem diskriminierend für die Schüler, sind die egal oder wie darf man das verstehen. Aber Hauptsache unsere Regierung kann sich brüsten.
    Ich finde das eine bodenlose Frechheit, das wir Eltern keine Rechte haben und die Gesundheit der Kids egal ist.

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    1. Ich verrat‘ Ihnen mal was: Inzwischen ist sogar die Bildung der Kinder egal! Was hat man jahrelang für ein Buhai gemacht um Gesamtschule, Einheitsschule, neues Gymnasium, Inklusion, Integration, Ganztagsangebote, Whiteboards mit und ohne Internet, papierlosen Unterricht durch moderne Medien, Lehrerfortbildung, Privatschule blah, blöh und bläh! Und dann? Allgemeine Schulpflicht ade! Alles frisch am Küchentisch! Hausunterricht oder gar kein Unterricht wie in der Zeit vor 1900. Nur nennt man das jetzt „Homeschooling“. Hat super geklappt (https://www.sueddeutsche.de/bildung/coronavirus-ifo-studie-homeschooling-lernen-1.4989544). Richtig begeistert von dieser übers Knie gebrochenen Lösung war in Hessen nur Kultusminister Lorz (https://www.hr-inforadio.de/programm/das-interview/das-interview-mit-alexander-lorz-hessischer-kultusminister,das-interview-alexander-lorz-hessischer-kultusminister-100.html). Da fehlte nur noch das Hessische Guter-Kultusminister-Eigenlob-Stärkungs-Gesetz. Doch das Lamm schreit „Hurz!“. Klang aber irgendwie nach „Lorz!“ Das Kind… der Ralf… LORZ!

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  4. Guten Tag,
    für die Lehrer ist es ja schön. Was ist mit mir? Ich arbeite als Fußpflegerin und habe jeden Tag Kundenkontakt.
    Es heißt doch die Kinder sind weniger die Überträger, das stimmt doch dann hiermit auch nicht wenn man Angst hat die Schule könnte wieder geschlossen werden.

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  5. Ich freue mich wirklich, dass es hier eine Lösung für die Bediensteten gibt.

    Leider gibt es weiterhin keine für unsere KINDER!!!! Aber das ist ja unwichtig…. Die haben eh keine Wahl, der Schulpflicht, ihrer eigenen Stimmlosigkeit in dieser Gesellschaft und der Ignoranz der Kultusministerien sei Dank.

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    1. Wie soll es denn Ihrer Meinung nach weitergehen? Sollen die Kinder weiter weggesperrt bleiben? Soziale Kontakte sind unendlich wichtig, gerade für Kinder und Jugendliche (wie auch für jeden Erwachsenen). Da braucht es sehr bald jede Menge Psychiater, um die seelischen Schäden zu reparieren die die Kinder davon tragen.
      Um Lehrer und Erzieher wird immer ein Riesenhype gemacht. Andere Arbeitnehmer, auch die die NICHT im öffentlichen Dienst sind, können gefährdet sein.

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    2. Indirekt ist es ja eine Lösung, die auch denKindern zugute kommt … gesunde Lehrer – gesunde SuS! Die Lehrer sind eindeutig die „ältere“ Fraktion“ und somit mehr im Risikofokus😣

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    3. Ihre Kinder werden auch getestet, wenn ein Verdacht gegeben ist. Lehrkräfte wechseln ständig die Gruppen und sind damit ein Risiko, der Test ist also zum Schutze Ihrer Kinder. Das Tragen von Masken in den Fluren und in Pausen sollte daher unbedingt Pflicht werden, denn da treffen verschiedene Gruppen aufeinander.

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  6. Guten Tag.
    Ich freue mich wirklich für jede Lehrkraft,die das Angebot in Anspruch nehmen kann und hoffe es werden viele sein.
    Aber was ist mit uns Erziehern?
    Ich arbeite auch täglich auf engstem Raum mit vielen Kindern und geniesse das Privileg der Maskenpflicht (Kinder brauchen einfach Mimik) und des Abstand halten NICHT (Vorschulkinder können das nicht und sollen sie auch nicht,Nähe ist wichtig)
    Ich gehe auch ein Risiko ein,indem ich Kinder betreue,die von ihren unvernünftigen Eltern ins Ausland zum Urlaub machen mitgenommen wurden und ich und viele andere sitzen nun da ohne prophylaktische Tests.
    Da habe ich schon ein wenig Bauchweh,aber das ist unserem Gesundheitsministerium ja auch egal,zumindest denke ich das.
    Testen,testen,testen,so lautet doch die Strategie,aber Kitapersonal wird einfach übersehen.
    Wir waren während des Lockdowns systemrelevant,so systemrelevant und jetzt sind wir nur noch ein Dienstleister,der eben seinen Dienst verrichtet.
    Ohne Test und Vorbeugung.
    Gut gemacht Hr.Kai Klose
    Hessen bleibt besonnen!

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  7. Frage an die Kreisverwaltung:
    Geht die Testung auch im neu eingerichteten Testzentrum? Es steht erwartungsgemäss nicht in der Liste der KV.
    Ohne die Kompetenz der dazu bereiten Aerzte anzweifeln zu wollen fände ich einen Abstrich bei Profis in diesem Bereich sinnvoller als das sporadische Auftauchen bei Hausärzten. In einigen Foren gab es bereits angebliche ärzte, die damit prahlten, den Abstrich durch die Patienten selbst vornehmen zu lassen. Ziemlich unsinnig weil falschnegativ damit vorprogrammiert.

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