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Kundgebung und WaldspaziergangProteste gegen den Weiterbau der A49 und für eine Verkehrswende wieder verstärkt aufgenommen

DANNENROD (ol). Am kommenden Sonntag werden um 14 Uhr an der Mahnwache in Dannenrod die Proteste gegen den Weiterbau der A49 und für eine Verkehrswende wieder verstärkt aufgenommen. Das „Aktionsbündnis Keine A49“ lädt zu einer Kundgebung mit Redebeiträgen zur aktuellen Situation der A49 ein. Nach Beendigung der Kundgebung können die traditionellen Spaziergänge wieder aufgenommen werden.

In der Pressemitteilung des Aktionsbündnis heißt es, nachdem durch deutsche Gerichte klargestellt wurde, dass das Versammlungsrecht auch von der gefährlichen Pandemie nicht ausgehebelt wird, „wollen wir jetzt umso dringlicher auf die Notwendigkeit der Abkehr von einer natur- und menschenfeindlichen Politik aufmerksam machen“. Denn gerade auch der Ausbruch von Pandemien wie der Corona-Pandemie lasse sich auf die Zerstörung und den naturwidrigen Umgang mit Ökosystemen zurückführen. „Diese Erkenntnis ist uns noch stärkere Verpflichtung, diejenigen Ökosysteme zu retten, die durch die zerstörerische A 49- Planung vernichtet werden sollen“, heißt es in der Pressemitteilung geschrieben.

Selbstverständlich würden dabei die Vorgaben zum Infektionsschutz beachtet und das Tragen von Mund-Nasenschutz als auch die Einhaltung des vorgeschriebenen Abstands von mindestens zwei Metern zum nächsten Teilnehmer einhalten. Alle Teilnehmer werden daher gebeten, eine Mund-Nasen-Maske mitzubringen.

Der Protest für eine zukunftsfähige Politik wurde auch in den vergangenen Wintermonaten und den schweren Zeiten der Pandemie stets weitergeführt. Die Mahnwache war Corona konform täglich besetzt, heißt es weiter, die Besetzung der Baumhäuser auf der geplanten Trasse durchgehend aufrechterhalten. Das Aktionsbündnis dankt daher allen Waldmenschen und Unterstützern für das achtsame Verhalten und die Unterstützung in den vergangenen Wochen der Pandemie.

8 Gedanken zu “Proteste gegen den Weiterbau der A49 und für eine Verkehrswende wieder verstärkt aufgenommen

  1. Woher hat Hessen bzw. der Bund auf einmal soviel Geld?

    Ich erinnere mal daran, dass nicht nur Jahre lang, sondern Jahrzehnte lang kaum Geld für die Instandsetzung von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen, und, und, und, zur Verfügung stand.

    Lehrer, Polizisten, Erzieher, Pfleger, Ärzte, eigentlich egal in welchem Bereich, es wurde gespart. Mit dem Argument der leeren Haushaltskassen.

    Im Moment haben wir über 10 Millionen Kurzarbeiter, Millionen Arbeitslose, tausende Unternehmen die staatliche Hilfe brauchen. International siehts noch düsterer aus. Unsere Exporte sind bereits massiv eingebrochen und keiner kann sagen welche Auswirkungen dies auf die kommenden 5 – 10 Jahre haben wird. Die USA bewegen sich im Moment auf die 40 Millionen Arbeitslose zu.

    Wenn jetzt noch Gelder für höchst umstrittene Projekte wie die A49 da sind ist das erstens 1: Komplett nicht mehr nachzuvollziehen und zweitens 2: Ist es gegenüber der Bevölkerung nicht mehr zu erklären, dass in den oben genannten Bereichen der Bildung, Gesundheit und Sicherheit nicht in gleichem Maße investiert wird.

    Vielleicht muss da auch mal jemand die politische Verantwortung übernehmen, von seinen Posten zurücktreten und Platz für Neuwahlen machen.

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    1. Entweder haben Sie im Volkswirtschafts-Senester nicht so gut aufgepasst, oder aber Sie haben gar keines besucht.

      Es gibt kaum ein Instrument, welches so zielsicher Geld auch in untere soziale Schichten schiebt, wie der Straßenbau. Wäre die A49 also wirklich umstritten (ist sie aber außer bei ein Paar Waldbewohnern gar nicht), wäre die aktuelle Krise das beste Argument sie endlich fertigzustellen.

      Übrigens gibt die BRD auch im Ministerium für Soziales sowohl relativ, absolut als auch inflationsbereinigt mehr Geld aus denn je. Und schwarz/grün hat zuletzt deutlich im Sicherheits- und Bildungssektor aufgestockt.

      Sie haben keine Ahnung, hauen aber hier einfach mal Ihre Stammtischparolen raus.

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      1. @Kämmerer
        Na den Beweiß Ihrer Theorie haben wir ja schon in den 90zigern Jahren bei dem Aufbau Ost mit den blühenden Landschaften angetreten.
        Fahren Sie mal dahin und schauen Sie sich die soziale Umverteilung durch Strassenbau an.

        Viel Spass dabei :-)

        Leider teilen nicht viele Ihren volkswirtschaftlichen Wissensstand ;o)

        In diesem Sinne

  2. @“pro A49 J. Knoll“ … 1: unter dem Deckmantel Umwelt? … verstehe ich nicht!? … hier soll ja tatsächlich Umwelt in Form von Wäldern, Wiesen und Grundwasserschutzgebieten zerstört werden. Da handelt es sich also nicht um irgendeine Art von Deckmantel sondern um eine Tatsache.

    2:du unterstellst auch noch … „knallhartes Eigeninteresse“ Wie meinst du das? … Du schreibst ja selber, dass die Anwohner an der A5 gesundheitlich leiden. So etwas brauchen wir hier nicht auch noch. Wir haben bereits mehr als genug Industrie bei uns und benötigen keine Zusätzliche mehr! Dies würde nämlich passieren, wenn diese Autobahn weitergebaut werden würde.

    Ich bin für einen Ausbau der vorhandenen Autobahnen und Bundesstraßen. Es dürfen durch noch weitgehend unberührte Landschaften keine zusätzlichen, neuen Trassen gezogen werden. Das wäre eine Sünde an der Natur und an den Menschen die hier leben.

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    1. Genau das meine ich!!! Eigeninteresse. Der Vorschlag die A5 und alle umliegenden Bundesstraßen auszubauen heißt, noch mehr Belastung für die Anlieger der A5 und der Bundesstraßen. Das heißt aber auch Umweltzerstörung aber wo anders. Das sagt doch alles aus. Ich sage die A49 muss gebaut werden wie geplant. Wo war und ist die Empörung über den Bau von Windrädern im Wald,deren Fundamente das Grundwasser gefährden und großen Schaden an Tieren anrichten (wie war das noch mal mit dem Klopfer im Wald) u.s.w..

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      1. @J.Knoll
        Sie sagen selbst das die A49 gebaut werden muss, wie Sie geplant ist. Da stimme ich Ihnen zu, aber bitte so wie sie auch geplant war und sinnvoll ist. Nämlich auf den Gießener-Ring.
        Ich fahre selbst täglich nach Frankfurt aus den VB-Kreis und muss Ihnen leider mitteilen das der Stau schon ab dem Reiskirchner-Dreieck beginnt. Wo soll da eine Entlastung herkommen wenn ich nach diesem Stau die A49 benutzen kann?
        Da ich in der Logistik-Branche tätig bin ( Planung und In-Betriebnahme großer Lager) bin ich schon verwundert, wie es die Politik schafft den Wähler auszuspielen.
        Wir haben alles das gleich Ziel. Arbeitsplätze, ruhiges Wohnen und eine intakte Umwelt. Leider ist die A49 ein Paradebeispiel wie die Politik einen guten Plan verschlept ( mehr als 40 Jahre Planung) und aufgrund von möglichen Wählerstimmen verschlechtert.

        Die A 49 sollte, wie ursprünglich geplannt, auf dem Gießener – Ring enden. Vorteile: Keine Belastung von Bundesstrassen durch größere Staus; Vorhandene Ausbauten können genutzt werden (Man fahre mal von Marburg nach Gießen); weniger Umweltzerstörung( was schon zerstört ist kann man nicht mehr zerstören) und weniger Kosten( ein Großteil ist schon fertig/ siehe Fahrt von Marburg nach Gießen).
        Verstehe nicht warum man sich so an der Nase herumführen lassen kann.
        Schade

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    2. Zur Info mehr industrie bedeutet mehr Arbeitsplätze für Zukunft der Kinder.

      Ausbau vorhandene Autobahn und Bundesstraßen?
      Wird auch mutternatur angegriffen.

      Die A49 brauchen wir Punkt fertig aus

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  3. Unter dem Deckmantel “ Umwelt“ wird versucht knallhartes Eigeninteresse durchzusetzen. Die A49 muss weitergebaut werden um die Anwohner an der A5 und den Bundesstraßen zu entlasten. Ich behaupte genau das Gegenteil was von diesem sogenannten Bündnis vorgebracht wird. Hier geht es um die Gesundheit der Anwohner an der A5 und nicht um das Bündnis „schöner Leben“. Die A49 muss so schnell wie möglich,so wie geplant, weitergebaut werden.

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