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AWO Hessen-Süd und Sozialzentrum Lauterbach engagieren sich für den KlimaschutzDem Klimawandel etwas entgegensetzen

LAUTERBACH (ol). Dem Klimawandel etwas entgegensetzten ist das Ziel – auch wenn es nur ganz kleine Schritte sind. Genau das macht man nun im AWO Sozialzentrum in Lauterbach. Wie genau das funktioniert, lesen Sie hier.

Schon letztes Jahr im Oktober trafen sich die rund 200 Auszubildenden der AWO Hessen-Süd in der Stadthalle Wölfersheim und gründeten mit ihren Praxisanleitern und Betriebsleitungen die AWO for future-Bewegung. Dem Klimawandel etwas entgegensetzten ist das Ziel, auch wenn es nur ganz kleine Schritte sind. In der Größe des Unternehmens mit 3.200 Beschäftigten addieren sich auch kleine Maßnahmen zu einem großen Beitrag für die Einsparung von CO2.

Nun geht es um die konkrete Umsetzung in den Betrieben. Charlott-Ursula Happ und Nina Bayraktar sind die Klimapaten im AWO Sozialzentrum Lauterbach und haben sich mit Betriebsleiterin Carola Strecker Gedanken zur Umsetzung gemacht. „Wichtig dabei war uns auch die Bewohner des Hauses zum Mitmachen zu motivieren“, sagte Happ. „Denn was nutzt es, wenn nur die Belegschaft mitmacht? Unsere Senioren geht das Thema genauso an.“

In der Power-Point-Präsentation wurde das Einsparpotenzial pro Maßnahme verdeutlicht. Foto: AWO Hessen-Süd

Also haben die Klimapaten zwei Veranstaltungen durchgeführt, um die Maßnahmen vorzustellen. Beim ersten Termin vor zwei Wochen wurden die Senioren informiert. Das Licht in ungenutzten Räumen ausschalten, richtiges Lüften und Heizen, die Treppe statt des Aufzugs benutzen, Wasser sparen durch z.B. Duschen statt Baden oder Elektrogeräte nicht im Stand-by zu betreiben sind einige der Maßnahmen, die man jetzt umsetzen will. Besonders beeindruckend ist das Sparpotenzial bei der Umstellung der Ernährung.

Eine Woche nur vegetarisch zu essen spart 6,7 Kilogramm CO2 pro Person. Würden das alle 120 Bewohner und 150 Mitarbeiter tun würden 1.800 Kilogramm CO2 eingespart! Bei der regen Diskussion erinnerten sich die Senioren, dass es früher ganz normal war nur einmal pro Woche Fleisch zu essen, deshalb sprechen wir heute noch vom „Sonntagsbraten“.

Letze Woche wurden die Maßnahmen dann auch dem AWO-Personal vorgestellt und auch hier war man sich einig, wir könnten viel mehr tun und packen es jetzt an. Seit vergangenem Montag hängt nun eine Tafel in der Halle und jeder, der eine der Maßnahmen umgesetzt hat, darf einen Strich machen. Einmal pro Woche wird zusammengezählt und in einer speziellen App gerechnet, wie viel CO2 nun eingespart wurde. Acht Wochen lang soll das Projekt durchgeführt werden.

Sehr interessiert waren die Senioren bei der Sache. Foto: AWO Hessen-Süd

„Natürlich ist dann nicht Schluss. Ziel ist es in dieser Zeit unser Bewusstsein zu schärfen und Klimaschutz fest in unser Verhalten einzubauen“, so Betriebsleiterin Carola Strecker. Den Bewohnern macht es auf jeden Fall Spaß und in Zeiten von Corona, keinen Besuchern und wenigen sozialen Kontakten haben die Senioren nun eine neue Aufgabe.

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel – und entsprechend auch der darin behandelte Inhalt – bezieht sich auf eine Zeit vor der Corona-Krise, ehe Kontakteinschränkungen, Schulschließungen und andere Regeln in Kraft traten.