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„aktion #fairsorgung“: Alsfelder Weltladen verkauft trotz Schließung weiter – Bestellungen und Terminabsprachen per Telefon oder E-MailLieferketten aufrechterhalten – Lieferanten online weiter unterstützen

ALSFELD (ol). Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind längst nicht abzusehen. Nicht nur in den reichen Ländern des Nordens, sondern auch in den ärmeren Ländern des Südens, den Zulieferern der Weltläden, werden sie zu großen Problemen führen. Aus diesem Grund hat der Weltladen-Dachverband mit rund 30 Lieferanten des Fairen Handels die „aktion #fairsorgung“ gestartet, deren Ziel es ist, die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf alle Partner des Fairen Handels abzumildern und die Versorgung der Bevölkerung mit fair gehandelten Produkten zu gewährleisten.

Am Ende dieser Leistungskette soll „#fairsorgung“ und „#fairsorgung lokal“ auch die Situation der Menschen in den Zulieferländern stabilisieren. Mit an Bord dieser Aktionen ist auch der Alsfelder Weltladen. Der hat zwar seit dem 23. März geschlossen, bietet aber nach wie vor begrenzte und terminierte Einkaufsmöglichkeiten an. „Da wir hier nur mit Freiwilligen arbeiten, von denen viele in die Risikogruppen fallen, haben wir beschlossen, den Laden nur noch nach Absprache für einzelne Kundinnen und Kunden zu öffnen“, erläutert Weltladen-Vorsitzende Hildegard Maaß.

„Und da wir derzeit noch ganz viel Osterware und verschiedene Lebensmittel im Laden haben, würden wir uns freuen, wenn möglichst viele Menschen die Möglichkeit der Terminabsprache und der telefonischen Bestellung nutzen würden. Alle Infos dazu gibt es auf unserer Website.“

Vor Ort einzukaufen ist die eine Möglichkeit, um die Umsätze der Läden und die Erträge der Produzenten stabil zu halten. Der Einkauf im Netz ist eine weitere Option, auch in der Krise fairgehandelte Ware zu beziehen.

Denn wer unter dem Hashtag #fairsorgung auf der Homepage des Weltladen-Dachverbands einkauft, der kann bei der Bestellung seinen heimischen Weltladen angeben, dem ein Teil des Umsatzes gutgeschrieben wird. „Wir arbeiten hier in Alsfeld zwar mit Ehrenamtlichen und haben daher nicht so einen großen Druck wie andere Geschäfte, aber wir müssen als Verein ja auch unsere Kosten decken“, ermuntert Hildegard Maaß ihre Kundschaft zu weiteren Einkäufen vor Ort oder online: „Es gibt keinen Grund, auf die Köstlichkeiten aus aller Welt zu verzichten – im Gegenteil: Ein Einkauf stärkt sowohl die heimischen Wirtschaft als auch die in den Ländern des Südens.“