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Verein Kirtorf Aktiv, Burschenschaften und Jugendgruppen organisiere EinkaufshilfeGemeinsam aktiv für Kirtorf

KIRTORF (ol). Kirtorfs Bürgermeister Andreas Fey freut sich über die Initiative von Jugendgruppen und Burschenschaften aus der gesamten Großgemeinde Kirtorf, die nun zusammen mit dem Verein Kirtorf Aktiv, der auch den Bürgerbusbetrieb aufgebaut hat, einen Einkaufsservice für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Großgemeinde aufbauen wollen.

Wie Tanja Czupalla, die Vorsitzende von Kirtorf AKTIV, mitteilt, wird die Einkaufshilfe dabei logistisch an das Service-Telefon und die Betriebszeiten des Bürgerbusses angelehnt. Das bedeutet, dass dienstags, donnerstags und zusätzlich samstags eingekauft und ausgeliefert werden soll. Bestellungen hierzu werden unter dem Service-Telefon 06635/1888 jeweils am Vortag entgegengenommen. Also montags werde für die Auslieferung am Dienstag, mittwochs für die Auslieferung am Donnerstag und freitags für die Auslieferung am Samstag notiert.

Um einem möglichst hohen Hygienestandard durch kurze Wegstrecken und wenig Kontakt gerecht zu werden und gleichzeitig die heimischen Betriebe zu fördern, werde nur bei Geschäften der Großgemeinde eingekauft. Tegut, Metzgerei Christ, Bäckereien Stanzel und Kappes, Getränke Kratz bieten letztendlich alles, was für den täglichen Bedarf gebraucht werde.

Czupalla erklärt, bei der Logistik und dem Service-Telefon sei der Verein Kirtorf Aktiv eingebunden, zum Einkauf und zur Auslieferung wechseln sich Jugendliche und junge Erwachsene ab. Alles erfolge auch dabei immer unter Berücksichtigung größtmöglicher Hygienestandards, so dass auch so wenig wie möglich direkte Kontakte erforderlich sind.

So erfolgt der Ablauf

Wie erfolgt die Abwicklung des Einkaufs: Nach Aufnahme der Bestellung werde der Einkauf für den kommenden Tag zusammengestellt. Die Geschäfte geben die Ware auf „Kommission“ heraus und werden pro Bestellung den Bon zusätzlich abspeichern. Die Einkäufer, die das Servicetelefon mitführen, werden dann die „Kunden“ telefonisch kontaktieren um ihnen die Abgabe der Ware abzustimmen und den Einkaufspreis mitzuteilen, sodass die Kunden den Betrag schon abgezählt an die Auslieferer an der Haustüre übergeben können. Die Auslieferung erfolge mit dem Bürgerbus. Nach Beendigung der Auslieferungen, werden noch am selben Tag in den Geschäften die Gelder übergeben. Da das Telefon bei den Auslieferern ist, werden an Einkaufstagen keine Bestellungen entgegengenommen!

„Das klingt nach einem guten Plan“, meint Bürgermeister Fey. „So schafft die derzeitige Krise, was sonst eher schwierig ist, die Jungen unterstützen die Älteren. Vielleicht kann man nach der Krise auf die zarten Kontakte aufbauen und die Generationen wieder etwas mehr zusammen bringen.“