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Aufsichtsgremium setzt Änderung der Stiftungsverfassung aus und setzt auf Dialog mit dem Magistrat der Stadt SchlitzHans-Jürgen Schäfer aus Stiftungsrat der Eichhof-Stiftung ausgeschieden

LAUTERBACH/SCHLITZ (ol). Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Eichhof-Stiftung Lauterbach und Mitglied im Stiftungsrat, Hans-Jürgen Schäfer, hat seinen Sitz im Aufsichtsgremium der Stiftung niedergelegt. Das teilt die Eichhof Stiftung in einer Pressemitteilung mit. Als Nachfolger des Schlitzer Bürgermeisters a. D. hat die Stadt Schlitz Stadtrat Willy Kreuzer bestimmt, der auch in dieser Funktion bereits an der Stiftungsratssitzung am 4. März 2020 teilgenommen hat.

„Wir haben bewusst den Dialog mit der Stadt Schlitz gesucht und sind sehr dankbar, dass wir in konstruktiven Gesprächen mit Stadtrat Kreuzer die leider öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten nun wieder versachlichen konnten“, erklärt Stiftungsratsvorsitzender Heinrich Mai nach der jüngsten Sitzung des Gremiums laut einer Pressemitteilung der Eichhof Stiftung.

Dem Rücktritt von Hans-Jürgen Schäfer vorausgegangen war eine Diskussion um die Rechtmäßigkeit der in der Stiftungsverfassung niedergeschriebenen Zusicherung, den amtierenden Bürgermeister als „geborenes Mitglied“ oder einen anderen Beauftragten der Stadt Schlitz für den Stiftungsrat zu benennen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Diese bislang geltende Praxis sollte laut Eichhof-Stiftung per Verfassungsänderung in der Stiftungsratssitzung Anfang März geändert werden und hatte zu Dissonanzen, sprich Unstimmigkeiten, mit der Stadt Schlitz geführt. Zielsetzung der Änderung der Stiftungsverfassung sei es gewesen – unabhängig von der causa Schäfer -, dass jedes Stiftungsratsmitglied gewählt werden müsse.

„Nach dem Rücktritt von Hans-Jürgen Schäfer haben wir die Entscheidung dazu zunächst ausgesetzt und werden die kommenden Wochen nutzen, auf Basis der Rechtslage, wie uns diese per se mit einem Urteil vom Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt wurde, eine für beide Seiten adäquate Regelung zu finden. Wir möchten auch zukünftig gerne eine Bürgerin oder einen Bürger aus Schlitz im Stiftungsrat willkommen heißen“, betont Heinrich Mai, der gemeinsam mit allen Vertretern des Aufsichtsgremiums die Eichhof-Stiftung nun wieder in ruhigere Fahrwasser lenken möchte.

Es sei ihnen sehr daran gelegen, die gute Zusammenarbeit mit der Eichhof-Stiftung auch in Zukunft fortzusetzen. Der Magistrat der Stadt Schlitz werde sich ebenfalls dafür einsetzen, eine akzeptable Lösung in dieser Angelegenheit zu finden. Stadtrat Willy Kreuzer begrüßt ausdrücklich die Aussetzung der Entscheidung zur Verfassungsänderung und die Aufnahme neuer Gespräche, heißt es zum Abschluss der Pressemitteilung.