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Möbel, die Geschichten erzählenAlte Schätze neu gemacht

ALSFELD. Antike Möbel liegen im Trend. Sie verleihen der modernen Wohnwelt nicht nur einen einzigartigen Charme, sondern jedes für sich erzählt eine ganz eigene Geschichte – besonders, wenn die Liebhaberstücke schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Genau dann bekommen eben diese alten Stücke ihre ganz eigene Ausstrahlung und eine Einzigartigkeit, mit der sie ihre Geschichte erzählen – und von der so viel Faszination ausgeht.

Über diese Faszination zu antiken Möbeln können Schreinermeister Dieter Hergert und Tischler Christian Liszka wohl ganze Bücher füllen. Seit über 35 Jahren restaurieren die beiden antike Holzmöbel. Immer auf der Suche nach neuen, alten Liebhaberstücken, hauchen sie den Möbeln eine neue Geschichte ein. Da sammelt sich über die Jahre schon einiges an. Einen Teil davon gibt es seit gut einem Jahr im Laden in der Mainzer Gasse zu bestaunen – alle antik, alle mit eigener Geschichte und alle fachkundig aufgearbeitet.

Ein gutes Auge und eine lange Erfahrung sind dabei wichtig. An Gebrauchsspuren, der Holzart oder Ornamenten erkennen die Profis, ob es sich um eine Antiquität handelt oder eben nicht. Ein notwendiges Wissen, besonders in Zeiten, in denen neue Möbel auf Alt getrimmt werden. Dass Hergert und Liszka etwas von ihrem Handwerk verstehen, zeigt sich direkt.

Die gleiche Weisheit gilt auch bei der Restauration der antiken Schätze. Bevor Werkzeuge in die Hand genommen werden, sollte das Stück erst einmal intensiv begutachtet werden, „um herauszufinden, wie vorgegangen werden soll“. Erst dann wird es individuell bearbeitet.

Man muss sich also nicht von alten, guten Dingen trennen, wenn sie über die Jahre ihren Glanz verliert. Mit Restaurieren liegt man voll im Trend: Es gibt Raum für Kreativität und ist zudem umweltfreundlich – und aus den antiken Stücken mit Geschichte wird wieder ein neues, altes Glanzstück. So wie das älteste Stück in dem kleinen Laden in der Mainzer Gasse: ein barocker Frankfurter Schrank – natürlich ein Original aus dem Jahr 1730 bis 1750.

Aber es sind nicht nur die antiken Möbel auf die sich die Expertise der beiden bezieht – es ist auch antiker, wertvoller Schmuck oder exklusive Uhren aus vergangenen Zeit, die in großer Bandbreite im Laden präsentiert werden. Ob Art Déco, Jugendstil, Biedermeier oder Klassizismus: die Stücke sind einzigartig und ausgewählt – und hinter jedem Schmuckstück steckt eine eigene Geschichte und eine Schönheit.

Liebgewonnene Erinnerungen und anrührende Geschichten sind es in Form von Schmuck und Möbel, mit denen Hergert Liszka arbeiten. Ein Besuch im Old School lohnt sich also, um die Einzigartigkeit der Auswahl einmal mit eigenen Augen zu sehen.

 

Old School

Mainzer Gasse   15
36304  Alsfeld
Telefon: (06631) 7779505
d.r.hergert@t-online.de

Ein Gedanke zu “Alte Schätze neu gemacht

  1. Wäre das nicht überhaupt eine gute Idee für die Belebung der Alsfelder Altstadt? Leer stehende Ladenlokale gezielt ausschreiben mit besonders günstigen Bedingungen für ähnliche Geschäfte, so dass eine Art ganzjähriger Flohmarkt entsteht. Da könnten vielleicht auch die Leute von der „Neuen Arbeit“ eine Aufgabe finden: Sozialkaufhaus, vielleicht in mehrere „Spezialgeschäfte“ (Möbel, Hausrat, Elektro, Bücher) aufgeteilt, Repair-Cafe, Büro für Kleinumzüge usw.
    In Wales gibt es die Bücher-Stadt Hay-On-Wye mit der wohl größten Dichte von Buch-Antiquariaten. Soll ein touristischer Renner sein!

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