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E-Mobilität der Umwelt zuliebe?Zukunft oder zu fern?

ALSFELD. Das Auto. Ein Zeichen der Freiheit, der Unabhängigkeit. Aber auch ein Zeichen des Wandels. Veränderungen, Neuerungen, Innovationen. Für Welt und Gesellschaft. E-Mobilität, ein Trend, der nicht nur die Automobilbranche verändern wird. Aber was bringt der Trend: Wo ist er Zukunft und wo ist er zu fern?

Die Zukunft ist E?

Die Zukunft muss ressourcenschonend sein. Das ist ein Punkt, auf den sich die Automobilindustrie in einem fiktiven Gespräch mit beispielsweise Greta Thunberg einigen könnte. Daher der Trend: Weg von dem klassischen Verbrennungsmotor hin zum E-Auto. Dabei hat sich viel getan bei in der Sparte E-Mobilität: Mit höheren Reichweiten, leiseren Motoren und ohne CO2-Ausstoß werden die Fahrzeuge immer umweltschonender.
Trotzdem scheint es immer noch Hürden zu geben – und die befinden sich vor allem in den Köpfen der Fahrer. Ein strombetriebenes Auto, das ist doch nichts für mich. Aber stimmt das?

Kein Problem im Alltag

Dabei sind sie, entgegen mancher Annahme, auch für den Alltag geeignet. Mit Reichweiten von ca. 400 Kilometer mit einer Batterieladung kommt man ungefähr genauso weit wie mit vergleichbaren Verbrennungsmotor-Autos. Als Vergleich: Der durchschnittliche Arbeitnehmer fährt täglich 35 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit und zurück.

Und selbst für den einen Urlaub im Jahr, in dem man weiter fahren möchte: An den sich immer stärker verbreitenden Auflade-Stationen lädt die Batterie schon in bis zu 15 Minuten und schneller. Mit einem heißen Kaffee und einem kurzen Gang an der frischen Luft lässt sich dann nicht nur die Ladepause füllen, sondern auch im stressigen Tag einmal Luft holen.

 

Viele Vorteile

Aber nicht nur der umweltschonende „Treibstoff“ ist bei Hybrid- und E-Autos ein großer Vorteil. Neben dem Staat wird auch von den Herstellern der Kauf von E-Wagen stark gefördert – und ist damit auch für den „normalen Menschen“ erschwinglich.

Besonders günstig ist übrigens der Firmenwagen als E-Auto – die Dienstwagenbesteuerung halbiert sich z. B. bei teil- und vollelektrischen Fahrzeugen, damit es lohnt sich damit finanziell mehr, als ein Diesel oder ein Benziner. Auch ein cooler Bonus: Die Kfz-Steuer fällt weg und der Verschleiß zum Beispiel an den Bremsen ist deutlich niedriger.

Fahrspa? Ja, Rasen nein

Wenn aber alles nur Vorteile bietet, wo ist dann der Haken? Viele Hersteller bauen wegen des Verbrauchs bei hohen Geschwindigkeiten eine Temposperre bei ihren Modellen ein. Diese liegt meist bei etwa 150 km/h, also der Durchschnittsgeschwindigkeit deutscher Autobahnfahrer. Rasen kann man also mit reinen Elektro-Modellen eher weniger.

Das tut aber dem Fahrspaß kein Abbruch: Was an der Höchstgeschwindigkeit fehlt, gleicht der E-Trend im Zug wieder aus. Denn wer schon einmal mit einem E-Auto oder einem Hybrid gefahren ist, der weiß, dass das Drehmoment direkt zur Geltung kommt und der Wagen schneller anzieht. Von 0 auf 100 in wenigen Sekunden ist da kein Problem.

Ein Umdenken im Kopf

Tauglich für den Alltag ist E-Mobilität also bereits schon. Selbst das Laden Zuhause ist kein Problem, besonders auf dem Land. „Strom haben wir alle Zuhause“, sagt der Verlaufsleiter von VW bei Deisenroth in Alsfeld Reiner Zulauf. Nach ihm und seinem Audi-Kollegen Sven Bambey müsse man aber anfangen Umzudenken. Das Laden Zuhause kann man mit dem Auto genauso machen, wie es die meisten mit ihrem Handy schon tun: Nach dem Feierabend Zuhause ans Ladegerät hängen und am nächsten Morgen ist es einsatzbereit.

Und für das Argument, dass die Produktion der Batterie und des benötigten Stroms den Aspekt des Null-CO2-Verbrauchs wieder zunichte macht, sei gesagt: Beim Strom kann man wählen, ob man der Umwelt zu Liebe ein paar Cent mehr ausgibt. Dann ist die Bilanz vom E-Auto auch viel schneller im Reinen, beim Treibstoff hat man diese Wahl nicht.

Ob das E-Auto nun die finale Lösung oder nur ein Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität ist, dass wissen auch die Experten bei Deisenroth nicht. Was sie aber wissen: Die Zukunft wird elektrisch, und das auch für die „kleinen“ Leute.

 

Deisenroth & Söhne

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4 Gedanken zu “Zukunft oder zu fern?

  1. „Als Vergleich: Der durchschnittliche Arbeitnehmer fährt täglich 35 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit und zurück.“
    Dann kann’s mit dem Pendlerproblem im Vogelsberg ja so schlimm nicht sein. Und notfalls lässt man das Verlängerungskabel der Stromversorgung einfach eingesteckt.

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    1. Ich hätte noch ein paar alte Nachtspeicheröfen in der Garage. Kann ich die gegen einen Windstrom-Audi eintauschen? Damals war Heizen mit Strom der letzte Schrei und wurde überall empfohlen. Jetzt soll man mit dem Heizstrom fahren. Und man sagt zum Schnellfahren ja auch „heizen“ und zu ’nem alten Auto „Ofen“. Und Strom ist Strom. Also wie sieht’s aus?

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    2. Was eine Batterie für ein E-Auto kostet wenn sie nach 10 oder 12 Jahren ersetzt werden muss wird in diesem Bericht nicht erwähnt. Die Batterie für einen zur Zeit produzierten Golf kostet ca 20000 Euro plus Mehrwertsteuer und Einbau. Ist das nachhaltig?

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