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Motto: "Demokratie gestalten"Vogelsberger auf dem Deutschen Betriebsräte-Tag

BONN/VOGELSBERG (ol). Im alten historischen Bundestag in Bonn fand vom 5. bis zum 7. November der Deutsche Betriebsräte-Tag statt. Unter dem Motto „Demokratie gestalten“ haben rund 1.000 Teilnehmer über die Zukunft der Betriebsratsarbeit in Deutschland diskutiert – mit dabei: zwei Vogelsberger.

Arbeitnehmervertretungen aus ganz Deutschland präsentierten rund um den alten Plenarsaal im Bonner World Conference Center Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag. Wie sieht vorbildliche Betriebsarbeit aus? Da ging es um Themen wie den richtigen Umgang mit psychischen Belastungen, die laut Studien immer mehr zunehmen. Um mehr Beteiligung und Mitbestimmung in Unternehmen oder um prekäre Beschäftigungsverhätnisse wie etwa befristete Verträge oder Gehälter. Mit dabei waren zwei Vertreter der Eichhhof-Stiftung Lauterbach, Thorsten Ebert (Betriebsratsvorsitzender) und Ingo Schwalm (Konzernbetriebsratsvorsitzender).

Beide waren gleich zu Beginn der Veranstaltung von der Eröffnungsrede des Bundestagspräsidenten a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert schwer beeindruckt von seiner Bemerkung: „Die Grundidee der Demokratie ist, dass niemand über die Wahrheit verfügt.“ Thorsten Ebert und Ingo Schwalm hatten in den drei Tagen die Auswahl von über 40 verschiedenen Fachforen wie beispielsweise Transformation und Digitalisierung 4.0, aktuelle Entwicklungen im Betriebsverfassungsgesetz und neues aus dem Arbeitsrecht.

Foto: T.E.

Neben der Verleihung des Betriebsrätepreises begeisterte der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil die rund 1.000 Betriebsrätinnen und Betriebsräte mit seiner Festrede. Die Zukunft der Arbeit demokratisch und menschenfreundlich zu gestalten, ist unser gemeinsames Ziel, so der Bundesarbeitsminister. Durch die Digitalisierung sind viele Branchen im Umbruch. Betriebe werden umstrukturiert, neue Arbeitsformen entstehen.


Um auch in der neuen Arbeitswelt die Rechte der Beschäftigten zu wahren, brauchen wir mehr Mitbestimmung – vor allem bei der Weiterbildung, der Qualifizierung und beim Datenschutz. Hubertus Heil übermittelte auch im Namen der Bundesregierung den Dank für die sehr wichtige demokratische Arbeit der Betriebsräte.


6 Gedanken zu “Vogelsberger auf dem Deutschen Betriebsräte-Tag

  1. „Mit dabei waren zwei Vertreter der Eichhhof-Stiftung Lauterbach, Thorsten Ebert (Betriebsratsvorsitzender) und Ingo Schwalm (Konzernbetriebsratsvorsitzender).“
    Welche Beispiele vorbildlicher Betriebsarbeit mögen die Lauterbacher Arbeitnehmervertreter wohl rund um den alten Plenarsaal im Bonner World Conference Center präsentieret haben? Und was wohl waren ihre Diskussionsbeiträge unter dem Motto „Demokratie gestalten“ und ihre zündenden Ideen zur Zukunft der Betriebsratsarbeit in Deutschland? Der Artikel verrät es nicht. Die Adabeis waren wohl nur die Aufhänger für einen Bericht über das, was „wichtige Leute“ so gesagt haben. „Selfie“ mit dem Arbeits- und Sozialminister inklusive.

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    1. Ja, Däumchen hoch, Kollege! Gut, dass wir kommen konnten. Sie gehören doch ersichtlich zum Inventar unserer Republik, diese aufrechten Gewerkschaftler. Und über Barrikaden aus Gesundheitslatschen hängen die Pulverschwaden preiswerter Rasier- und Haarwässer. Das ist heutzutage der Duft der Revolution und der Windhauch grundlegender gesellschaftlicher Umwälzungen. Ergebnis: Bald sind viele von uns wieder so arm wie in der Weimarer Republik.

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    1. Das wird an dem Tag geschehen, an dem hessische Grundschullehrer dasselbe Gehalt bekommen wie ihre Kollegen auf weiterführenden Schulen.

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      1. Hilfreich wäre es auch, wenn „OL“ alle Kommentare zu diesem Beitrag veröffentlichen und keine Informationen unterdrücken würde. Dann wüssten die Leser wenigstens, warum außer Selfies mit dem Sozenminister Hubertus Heil bei der Gewerkschaftsarbeit so wenig heraus kommt. Halali.

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      2. Hallo Vicky Gabriel,

        warum sollten Grundschullehrer das gleiche Gehalt bekommen wie Kollegen auf weiterführenden Schulen?? Völlig absurd!
        Sie haben ja schließlich auch nicht die gleich lange Ausbildung!
        Das Lehramt an Grundschulen wird nur 7 Semester studiert, das an Gymnasien 9 und das für berufliche Schulen 10 Semester + vorherige Berufsausbildung.
        Das Studium für die Schulform Gymnasium/Gesamtschule ist in bestimmten Fächern deutlich schwieriger. Gerade in der Mathematik beginnen viele im Gymnasialstudiengang und wechseln später in eine niedrigere Schulform, weil sie es einfach nicht schaffen.
        Die Klausur eines einzigen Schülers in einem Leistungskurs Deutsch zu korrigieren dauert in etwa solange, wie die Korrektur einer ganzen Klasse einer durchschnittlichen Arbeit an einer Grundschule. Jedem Grundschullehrer steht es doch frei, sich für das Lehramt an Gymnasien zu bewerben, sollte das Gehalt nicht ausreichen.
        Das schwierigere Studium rechtfertigt jedenfalls eine höhere Bezahlung.

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