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Homberger Schlosspatrioten weihen neue Ausstellungsräume ein - VernissageNeue Ausstellungsräume mit Vernissage eröffnet

HOMBERG OHM (ol). Mit großer Spannung wurde am Sonntag  die offizielle Eröffnung der Ausstellungsräume des Homberger Schlosses begangen, gleichzeitig wurde somit auch die diesjährig letzte Ausstellung mit Vernissage eröffnet. Der multifunktional genutzte Kaminsaal bot etwa 50 Personen Platz, diesem Ereignis beizuwohnen.

Markus Haumann, der erste Vorsitzender des Vereines der Schlosspatrioten und Sylke Bösking-Rieß vom Arbeitskreis Kunst und Kultur gaben in ihren umfassenden und kurzweiligen Ausführungen Einblick und Rückblick auf das, was an Hintergrund und Wissenswertem auf Interesse bei den Gästen stieß.

So gab Haumann laut Pressemitteilung der Schlosspatrioten, eine kurze Zusammenfassung der Renovierungsarbeiten der letzten Monate, woraus sich schnell erkennen ließ, welcher Aufwand bei der bisherigen Nutzung betrieben werden musste und teilweise immer noch betrieben werden muss, um einen reibungslosen allsonntäglichen Café- und Ausstellungsverlauf zu gewähren – das Thema Heizung zum Beispiel, Licht und Stromversorgung im Obergeschoss, lange Wege treppauf und treppab, denn die Lagerung vieler Utensilien einiger Arbeitskreise befindet sich immer noch in den oberen Geschossen.

Neben den großen Eigenleistungen wurden darüber hinaus zusätzlich 43.000 Euro an Eigenmitteln des Vereins in das Projekt „Bürgerschloss“ investiert, was die bisherigen Summe auf nun etwa 550.00 Euro ansteigen lässt. Abschließend dankte er in seinen Erläuterungen allen diesjährigen Unterstützern und Mithelfenden jedweder Art und verwies auf kleine Leckereien, die im Anschluss während des Rundganges in den Ausstellungsräumen angeboten wurden.

Sylke Bösking-Rieß ließ in ihren anschließenden Ausführungen die Vorgeschichte zur Ausstellung aufleben. Sie erzählte von ersten Gesprächen mit Gästen, die auf eine Retrospektive des Dr. Wilhelm Emil Goetz mit einstmals im Homberger Schloss gefertigten Kunstwerken abzielten. Bis dahin mussten allerdings noch einige Jahre vergehen bis der Arbeitskreis Kunst und Kultur durch Schenkung von Gemälden und Leihgaben aus privatem Besitz genügend Werke aufweisen konnte, um eine Ausstellung zu initiieren.


Letzte Ausstellung in den neuen Räumen in diesem Jahr

Nach Themen ausgewählt, nach Technik und Gestaltung gegliedert, konzipierte der Arbeitskreis behutsam eine an das Werken des Dr. Wilhelm Emil Goetz erinnernde Ausstellung. Auch ist der Künstler selbst in Form einer Büste anzutreffen und zwar in einer kleinen Atelierkomposition zwischen Staffelei, Pinsel, Arbeitsmappe und nicht gerahmten Werken – und natürlich dem Blick ins Tal, einem seiner wohl liebsten Ausblicke.

Im Schein des neu installierten und flexiblen Lichtsystems, das  akzentuiert die Exponate ins rechte Licht rückt, konnten die Gäste die ausgestellten Kunstobjekte betrachten und ins Gespräch kommen. Die feinabgestimmte farbige Wandgestaltung bietet darüber hinaus noch eine besondere Hervorhebung und Inszenierung der ausgestellten Werke. Lange hielten sich die Gäste an diesem Nachmittag in den Ausstellungsräumen auf, gesellten sich in den unterschiedlichsten Gruppen und sprachen angeregt über eine gelungene Fortsetzung der Renovierungsarbeiten im Schloss sowie über die besonders bei der Bevölkerung langersehnte Retrospektive „Goetz“.

Zwischen all den Gesprächen in der Ausstellung  wurde in Windeseile der Kaminsaal mit flinken schlosspatriotischen Händen wieder hergerichtet, um all den Gästen für Kaffee mit leckerem Kuchen Platz zu bieten und sich dabei dem doch regnerischen, windigen Herbstbeginn in angenehmer Atmosphäre zu widersetzen.