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Mitmachzirkus der Familie Hein gastierte in GrebenauVorhang auf für die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule

GREBENAU (sd). Manege frei und Vorhang auf, hieß es zwei Tage lang in Grebenau. Der „Projektzirkus Hein“ holte nämlich die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule ins Scheinwerferlicht. Ein Zirkus, wie man ihn selbst nur noch aus Kindheitstagen kennt, lud mit dem längst vergessen Duft nach Popcorn und Sägespänen zahlreiche Besucher auf den Amtshof nach Grebenau ein.

Ein großes Zirkuszelt prangte auf dem Amtshof in Grebenau, den typischen Duft konnte man bereits meilenweit zuvor wahrnehmen. Es war ein ganz besonderes Grundschulprojekt der Familie Hein, das die Besucher zu zwei Stunden Kindheit einlud. Clowns, Jongleure, Ziegendressur, Seiltänzer, Zauberer und einiges mehr war dabei. Das Besondere: Die Hauptakteure waren nicht die Mitglieder der Zirkus-Familie, sondern 79 Schüler der Astrid-Lindgren-Schule in Grebenau.

Ob Ziegen, die über große Hindernisse sprangen, eine Feuershow, schwebende Artisten, menschliche Pyramiden, lustige Clowns – die Schüler haben geschafft, in nur zwei Tagen ein sehenswertes Programm auf die Beine zu stellen. Selbst vor einem Gang über Scherben haben die kleinen Artisten nicht zurückgeschreckt. Kein Wunder also, dass den Eltern der Stolz ins Gesicht geschrieben stand. Fleißig wurden die Handys gezückt, tosender Applaus schallte nicht nur ein Mal durch das Zelt.

Mutige Feuer-Artisten gab es auch zu bestaunen. Fotos: sd

Nachdem der Spielbetrieb des traditionellen Zirkus der Familie Hein im Jahr 2003 eingestellt wurde, haben sich die Eltern der Zirkusdirektorin Mariana Warkus, geborene Hein, auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert und den „Projektzirkus Hein“ ins Leben gerufen.


Mariana Warkus ist selbst seit fast zehn Jahren in der Zirkus-Branche zu Hause. Als ausgebildete Artistin kann sie auf große Erfahrung zurückgreifen, die sie gerne an Kinder weitergibt. „Uns ist es besonders wichtig, dass wir den Schulkindern Werte vermitteln wie zum Beispiel Teamarbeit, Disziplin, Ordnung, Selbständigkeit, Vertrauen, das Miteinander, Zuhören lernen und mutig sein, sowie Sportlichkeit, über sich hinauswachsen – als Fakir, Akrobat oder Trapezkünstler“, sagt sie.

Im Team der Familie Hein sind darüber hinaus sieben weitere professionell ausgebildete Artisten, die nicht nur ihr Handwerk beherrschen, sondern darüber auch die Geduld und Leidenschaft, ihr Können an die Kinder zu vermitteln.

Viele Eindrücke gibt es hier: