Foto: Jörn Sundermann

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„Beziehungsstatus kompliziert“ - Musical-Aufführung des Wahlpflichtunterrichts an der Albert-Schweitzer-SchuleZu sich selbst stehen – egal, was die anderen sagen

ALSFELD (ol). „Beziehungsstatus kompliziert“ – dieses selbstgeschriebene Musical stellte vor wenigen Tagen der WPU-Kurs Musical der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Albert-Schweitzer-Schule unter der Leitung von Antje Margolf vor. Zwei Aufführungen – eine am Vormittag und eine am Abend – in der Aula des Oberstufenstandortes waren gut besucht; die Gäste freuten sich an gutem Gesang und einer interessanten Geschichte. Ein Beitrag der Presse-AG, geschrieben von Amelie Krug und Jörn Sundermann.


Diese Geschichte handelt von Chris (Besim Karpuzi), der seiner besten Freundin Luna (Nursah Baskaya / Greta Elsing) auf einem Schulball seine Gefühle für sie gesteht. Sie weist ihn aber ab und später erfährt man, dass sie lesbisch und in ihre Freundin Rose (Clara Onimus) verliebt ist, was sie aber niemandem außer Rose erzählt hat, da sie denkt, dass die anderen sie dann nicht mehr akzeptieren würden. Dieser innere Konflikt wird immer schlimmer für sie – Luna sieht keinen Ausweg mehr und begeht Selbstmord.

Mit guten Solisten – hier: Besim Karpuzi und Nursah Baskaya – begeisterte der Musical-Kurs seine Zuschauer. Fotos: Jörn Sundermann

Vorher schreibt sie Chris noch einen Abschiedsbrief und sagt ihm, dass er sich nicht die Schuld für ihren Tod geben soll. Trotzdem hat er große Schuldgefühle, weshalb er seine Freunde und die Schule vernachlässigt. Daraufhin schickt seine Mutter ihn in eine Selbsthilfegruppe. Dort haben sich viele Jugendliche mit den verschiedensten Problemen getroffen, um darüber zu reden. Ob Chris hier am Ende eine Möglichkeit findet, mit den Erlebnissen umzugehen?

Das Stück endet damit, dass alle Darsteller zusammen das Lied „True Colors“ von Cyndi Lauper singen. Das sollte verdeutlichen, dass man immer man selbst bleiben soll, was auch die Message hinter dem gesamten Stück klarstellt. Die Lieder in dem Stück waren meist bekannte Stücke, die von den Solisten oder dem Chor dargeboten wurden und natürlich passend zu dem Inhalt des Stückes ausgesucht worden waren.

Große Gefühle dürfen beim Musical nicht fehlen – Tränen gab es reichlich zur Beerdigung der Hauptdarstellerin.

Die Bühne wurde im Laufe des Musicals in viele verschiedene Orte umgebaut. Zum Beispiel in einen Tanzsaal, ein Klassenzimmer, ein Restaurant, den Schulhof oder den Friedhof. Auch wenn nicht viel am Hintergrund verändert wurde, wussten die Zuschauer immer, an welchem Ort die Handlung spielt. Auch die Kostüme waren sehr gut ausgewählt, da sie die Charaktere der handelnden Personen unterstrichen.Der Applaus nach den Solos und dem ganzen Musical war riesig – die Aufführung hatte wirklich allen Zuschauern gut gefallen.

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