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Kreisverbandstag mit turnusmäßigen VorstandswahlenBund der Vertriebenen denkt über Seniorenmitgliedschaft nach

LAUTERBACH (ol). Der Bund der Vertriebenen (BdV) Kreisverband Lauterbach hatte zu seinem 57. Kreisverbandstag eingeladen, der diesmal ganz im Zeichen der turnusmäßen Vorstandswahlen stand. Auch die Position als stellvertretender Kreisvorsitzender musste nach dem Tod von Anton Lerch neu besetzt werden.

Und so wurde für die nächsten beiden Jahre laut Pressemitteilung des BdV Karl-Hans Wienold einstimmig in dieses Amt gewählt. Bei den übrigen Vorstandsposten konnte Versammlungsleiter Gerhard Schneider jeweils deren Wiederwahl verkünden, sodass sich im Ergebnis der künftige Kreisvorstand wie folgt zusammensetze: Siegbert Ortmann (Kreisvorsitzender), Karl-Hans Wienold (stellvertretender Kreisvorsitzender), Gerhardt Tischler (Kassierer), Irene Tischler (Schriftführerin) sowie Roland Heide, Erika Faust und Karl-Heinz Knopp ( Beisitzer).

Vor diesen Wahlen gab Siegbert Ortmann als Kreisvorsitzender seinen Bericht über die beiden zurückliegenden Jahre. Dabei verwies er unter anderem auf die wunderschönen und sehr gut angenommenen Osterreisen, zuletzt nach Südböhmen in Tschechien. Aber auch die alljährlichen Besuche zum zentralen Tag der Heimat in Verbindung mit dem hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation im Biebricher Schloß zu Wiesbaden mit anschließendem interessanten Rahmenprogramm würden immer wieder die Lebendigkeit des BdV-Kreisverbandes in Lauterbach beweisen.

Stetig sinkende Mitgliedszahlen

Allerdings gebe die stetig sinkenden Mitgliedszahlen durchaus berechtigten Anlass zu Sorgen über die Zukunftsfähigkeit des Verbandes. Abhilfe könnte vielleicht eine Kampagne über eine „Seniorenmitgliedschaft“ schaffen, heißt es in der Pressemitteilung, denn bekanntlich interessieren sich immer mehr Menschen im vorgerückten Alter nach dem aktiven Berufsleben für ihre eigene Familiengeschichte.

Und weil hierzulande annähernd jeder dritte Bewohner infolge Vertreibung nach dem Kriege seine Wurzeln in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten Ost und Südosteuropas habe, könne mit dem Rentenalter bei einigen von ihnen durchaus ein besonderes Interesse an vertriebenenspezifischen Themen gegeben sein, die eine BdV-Mitgliedschaft sinnvoll erscheinen ließen.


In diesem Zusammenhang würden auch die monatlichen „Sudetendeutschen Stammtische“ in Lauterbach durchaus einen Sinn machen, die in besonderer Weise die Verbundenheit unter Gleichgesinnten, aber auch die von Sympathisanten der Opfer von Flucht und Vertreibung im Allgemeinen immer wieder zeigen würden, sagte der BdV-Kreisvorsitzende.

Abschließend lud Siegbert Ortmann noch in seiner Eigenschaft als BdV-Landesvorsitzender in Hessen zum Großen Volkstumsnachmittag beim diesjährigen Hessentag in Bad Hersfeld am 15. Juni 2019, 14 Uhr, ein und bat um zahlreiches Erscheinen bei dieser unterhaltssamen Veranstaltung.