Foto: Anne Schäddel

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Aufführung des DS-Kurses von Antje SteinFuck ju, Schweitzer – wie aus einem Film ein Theaterstück wird

ALSFELD (ol). Was passiert, wenn eine Oberstufenklasse sich des Kino-Klassikers „Fack ju Göhte“ annimmt und daraus ein kurzes, knackiges Theaterstück macht, das zeigte in der vergangenen Woche der Kurs Darstellendes Spiel der Q2 an der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld unter der Leitung von Antje Stein.


Kein leichtes Unterfangen, wie aus dem Kurs laut Pressemitteilung der Albert-Schweitzer-Schule zu vernehmen war, schließlich kennen so gut wie alle Zuschauer einen oder mehrere Filme der erfolgreichen Reihe mit Elyas M’Barek in der Hauptrolle, haben Charaktere und einzelne Szenen vor Augen und können ständig vergleichen, wie gut oder schlecht die Umsetzung des anderthalbstündigen Films in 45-minütiges Theaterstück gelungen ist.

Heimlich ist Zeki auf der Suche nach seiner Beute. Fotos: Anne Schäddel

Um es gleich vorweg zu sagen: „Fack ju Schweitzer“ hat funktioniert – nicht trotz, sondern weil viele Dinge schon vorausgesetzt werden konnten. Und – und das ist das eigentlich Erwähnenswerte – es hat auch funktioniert, weil die Darstellerinnen und Darsteller mit ganz viel Spielfreude am Werk waren und ganz offenkundig jede Menge Lust darauf hatten, den Kultfilm in knackigen Szenen auf die Theaterbühne ihrer Schule zu bringen.

Zeki grübelt, wie alles weitergehen kann.

Angefangen natürlich bei den beiden Hauptpersonen, Zeki Müller und Lisi Schnabelstedt, die ihre Rolle mit Bravour meisterten. So war es für die vielen Zuschauer der beiden Aufführungen Ende März eine Freude, mitzuerleben, wie Zeki, der frisch aus dem Knast, seine Beute unter der Schule suchen muss, als versehentlicher Lehrer seinen renitenten Schülerinnen und Schülern die Leviten liest und sich ganz nebenbei mit seiner Kollegin anfreundet.

Happy End: Zeki macht Lisi einen Antrag.

Die bekannten Charaktere – angefangen beim – diesmal männlichen – Schulleiter Gerster, über die verpeilte Chantal bis hin zu Laura Schnabelstedt – waren gut getroffen, die Szenen kurz und prägnant gespielt, und auch die Läuterung von Zeki, der sich von seiner kriminellen Vergangenheit lösen möchte, gelang. Alles in allem, um im Duktus zu bleiben, könnte man sagen: Alle versetzt in die nächste Klasse.