Lesung in der Vogelsbergschule Lauterbach, v.l: Lina Thiede, Laura Nold und Laura Prendota

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Drei Gewinnerinnen mit drei einzigartigen Geschichten aus LesetourGewinner des Jugend-Literaturpreises zu Gast in der Vogelsbergschule

LAUTERBACH (ol). Schon mit ihren ersten Sätzen faszinierte Laura Prendota aus Niddatal ihre Zuhörer in der Vogelsbergschule in Lauterbach. Allein der Titel der Kurzgeschichte der 22-Jährigen ließ aufhorchen: „Du, von strahlender Hässlichkeit“. Bereits zum fünften Mal ist sie Gewinnerin beim Jugend-Literaturpreis der Ovag. Gemeinsam mit den den anderen beiden Gewinnerinnen las sie in der Vogelsbergschule jetzt aus ihrem Werk vor. 


In der Pressemitteilung der Ovag heißt es, darin beschreibe die 22-Jährige nachdrücklich eine psychische Störung, die wohl den wenigsten bekannt sein dürfte: Dysmorphophobie. Die davon betroffenen Menschen fühlen sich hässlich oder entstellt, obwohl sie keinen auffälligen Schönheitsmakel haben. In ihrer Geschichte, eine Schülerin, die mit ihrem Leben kaum noch klar kommt.

Laura Prendota sei bereits fünf Mal unter den Gewinnern des Jugend-Literaturpreises der Ovag gewesen. So auch bei der 15. Auflage des Wettbewerbs im vergangenen Jahr. Derzeit befinde sich die Preisträger auf Lesetournee durch knapp vierzig Schulen im Vogelsberg, der Wetterau und dem Landkreis Gießen und „gastierten“ für ein eine Lesung auch in LauterbachIhr Erfindungsreichtum, ihre Fähigkeit mit Wörtern zu jonglieren und ein gutes Gefühl für die Sprache habe die Jury seinerzeit in ihrer Begründung hervorgehoben.

Mit einer ähnlichen Begründung war auch die 22-jährige Laura Nold aus Grünberg von der Jury unter insgesamt 23 Preisträger gewählt worden. „Heimweg“ heiße die nicht weniger phantasievolle Geschichte der Studentin aus Grünberg. Dabei führe sie den Erzähler durch eine winterliche Landschaft, in der er einen Chor seltsamer Stimmen vernimmt, hin in eine wundersame Hütte, in der er auf einen Alten und einen Jungen trifft und sich mit der Frage konfrontiert sieht: Teufel oder Engel?

In ein phantastisches „Haus am grünen See“ entführe die ebenfalls 22-jährige aus Gießen die Leser ihrer Kurzgeschichte. Wie die beiden anderen Vorleserinnen zählte auch sie schon mehrfach zu den Gewinnern des Jugend-Literaturpreises. In einem Text, in der die Autorin beweise, wie gekonnt sie mit der Sprache umzugehen weiß, sei es der Phantasie des Lesers überlassen, dahinter zu kommen warum sich der Protagonist in jenem seltsamen Haus befindet, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheine.