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Es zeichne sich ein klares Bewegungsprofil abNoch keine Neuigkeiten zum entlaufenen Wolf

HOMBERG (EFZE) (ol). Auch zehn Tage nachdem zwei Wölfe aus dem Wildpark Knüll bei Homberg-Efze ausgebrochen sind, gibt es noch immer nichts Neues über das entlaufende Tier. Während der eine Wolf noch am Tag des Ausbruchs getötet wurde, ist der zweite noch immer auf freiem Fuß.



In der Pressemitteilung des Schwalm-Eder-Kreises heißt es, aufgrund von gemeldeten Wolfssichtungen wissen die Mitarbeiter des Wildparks, in welcher Region sich der entlaufene Wolf aufzuhalten scheint. Es zeichne sich ein klares Bewegungsprofil ab.
Von einer genaueren Beschreibung des Gebietes werde bewusst abgesehen, um den äußerst geruchsempfindlichen Wolf nicht aufzuscheuchen.

Der inzwischen angelegte und von einer Kamera überwachte „Luderplatz“, mit dessen Hilfe der Wolf zur Nahrungsaufnahme angelockt werden soll, wurde von dem Tier leider noch nicht angenommen. Bei konkreter Sichtung am Luderplatz solle der Wolf mithilfe eines Betäubungsschusses immobilisiert werden. Aktuell seien die Mitarbeiter des Wildparks zusätzlich bemüht spezielle Wolfsfallen zu beschaffen, mit denen das Tier lebend gefangen werden könnte. Verfügbarkeit und Kosten werden derzeit geprüft.

Weitere Sicherungsarbeiten

Die aufgenommenen zusätzlichen Sicherungsarbeiten am Wolfs- und Bärengehege gehen nach Auskunft des Schwalm-Eder-Kreises gut voran. Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich rechnet damit, dass die Arbeiten nach Lieferung des restlichen Materials im Laufe der Woche abgeschlossen werden können. Wie bereits in einer vorigen Pressemeldung mitgeteilt, wird das gesamte Gehege mit Doppelstahlmatten bis zu einer Höhe von einem Meter zusätzlich gesichert.

Diese Doppelstahlmatten werden aktuell als zusätzliche Verstärkung im Wolfs- und Bärengehege eingebaut. Foto: Schalm-Eder-Kreis

Für die ebenso geplante Videoüberwachung des Wolfs- und Bärengeheges ist inzwischen ein konkretes Angebot angefordert worden. Die im Gehege lebenden acht Wölfe sollen auch nachts per Video beobachtet werden, um ggf. ungewöhnliches Verhalten zu erkennen und auszuwerten. Experten äußerten Erstaunen, dass die Wölfe die im Gehege angebrachte Strombarriere überwinden konnten.

Um Mithilfe und Vorsicht wird gebeten

Wildparkleitung und Landkreis bitten die Bevölkerung auch weiterhin Wolfssichtungen zu melden. Zur Vorsicht werde geraten. Hunde sollen von Spaziergängern an der Leine geführt werden. Der Wildpark ist unter 05681-2815 telefonisch zu erreichen. Die örtlichen Polizeidienststellen nehmen ebenso Sichtungsmeldungen entgegen und leiten diese dann weiter.

Der Wildpark Knüll bleibt zunächst für Besucher geschlossen.

Ein Gedanke zu “Noch keine Neuigkeiten zum entlaufenen Wolf

  1. „Aktuell seien die Mitarbeiter des Wildparks zusätzlich bemüht spezielle Wolfsfallen zu beschaffen, mit denen das Tier lebend gefangen werden könnte. Verfügbarkeit und Kosten werden derzeit geprüft.“

    Darüber hätte man sich mal Gedanken machen sollen, bevor man den ersten Wolf erschossen hat!
    Es muss erst immer was passieren, damit die Leute wach werden.

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