Wo soll der Kita-Neubau hin? Zwischen dem Elternbeirat der Kita Wichtelland (links) und der Stadt kriselt es. 1. Foto: ol, 2./3. Foto: pixabay; Montage: ol
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Christdemokraten sehen dringenden HandlungsbedarfCDU fordert mehr Kinderbetreuungsplätze für die Gemeinde Mücke

MÜCKE (ol). Mit Freude wird in der Gemeinde Mücke registriert, dass sich in den letzten Jahren zahlreiche junge Familien entschlossen haben in den verschiedenen Ortsteilen ansässig zu werden und auch zu bleiben. Es werden vorhandene Wohngebäude angekauft und renoviert, auf die gemeindeeigenen Bauplätze ist geradezu ein „Run“ ausgebrochen und auch Bauplätze in Privateigentum werden zunehmend bebaut. Die CDU Mücke fordert deshalb mehr Kinderbetreuungsplätze innerhalb der Gemeinde.


Diese erfreuliche Entwicklung – verbunden und ausgelöst durch neue Arbeitsplätze – führe ganz logisch dazu, dass auch mehr Kinder geboren werden, als noch vor zehn Jahren und für diese Kinder würden Betreuungsplätze benötigt in den gemeindlichen Kindergärten als auch in privaten oder öffentlichen Tagespflegestellen. Weiter heißt es in er Pressemitteilung der CDU, zu diesem Thema hat Mückes Bürgermeister Andreas Sommer in den letzten Wochen des Jahres 2018 in mehreren öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung und der zuständigen Ausschüsse berichtet, dass sehr viele Anmeldung für die Kindergärten eingegangen sind und aus jetziger Sicht zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August 2019 in der gesamten Gemeinde Mücke bis zu 50 Plätze fehlen könnten.

Damit ein solches Defizit an Plätzen nicht eintritt und die Verwaltung den Eltern Absagen erteilen muss, hat die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Mücke mehrere Vorschläge unterbreitet, wie kurz- und mittelfristig zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden können. Denn aufgrund der sehr kurzen Zeitschiene bestehe nach Ansicht der CDU dringender Handlungsbedarf. Verwundert sei man allerdings auch, dass der Bedarf an Kindergartenplätzen erst in den letzten Monaten 2018 so klar festgestellt worden ist.

Man müsse sich schon fragen, warum sich die Verantwortlichen Mandatsträger von SPD und FW, die seit 2011 die Mehrheit in Gemeindevertretung und Gemeindevorstand bilden, nicht schon früher mit diesem erkennbaren Problem beschäftigt haben, denn die Geburtenzahlen für jedes Jahr lagen doch vor. Außerdem werde zum wiederholten Male deutlich, wie falsch die knappe Mehrheitsentscheidung vom Juni 2014 gewesen ist, den damaligen gemeindlichen Kindergarten in Sellnrod zu schließen; nur weil in einem Jahr die voraussichtliche Zahl der Kinder unter 13 lag.

Nach CDU sollen „Sofortmaßnahmen“ eingerichtet werden

Um die große und nicht einfache Aufgabe der kurzfristigen Schaffung von mehreren Dutzend Betreuungsplätzen zeitnah anzupacken hat die CDU-Fraktion Mücke bereits Anfang Dezember 2018 einen Antrag gestellt, nach dessen Inhalt geprüft werden soll, ob die Gemeinde den Neubau eines Kindergartens in Angriff nehmen soll. Weil mit einem Neubau, der mit Planungs- und Bauphase bis zu zwei Jahre dauern kann, das akute Problem des Platzmangels zum 1. August 2019 nicht zu lösen ist, habe die CDU nach den Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans Heuser für die Sitzung der Gemeindevertretung am 23. Januar 2019 einen Antrag vorgelegt, nach dessen Inhalt „Sofortmaßnahmen“ eingeleitet werden sollen.

Nachdem Bürgermeister Sommer bereits Gespräche mit der Leitung des  Flensunger Kindergarten geführt habe, solle abgeklärt werden, ob dort kurzfristig eine Gruppe eingerichtet werden könne. Falls genug Eltern mitmachen, soll auch überlegt werden, ob das in der Form eines „Waldkindergartens“ eingerichtet wird.

Als zweite Möglichkeit solle die Gemeindeverwaltung prüfen, ob bei einem der bestehenden Kindergärten als vorrübergehende Lösung ein Container aufgestellt werden könne, um mehr Plätze zu schaffen. Das könne aber, so die CDU, keine dauerhafte Lösung sein. Schließlich soll die Gemeindeverwaltung mit dem Trägerverein Landkinder Sellnrod und mit dem Jugendamt des Vogelsbergkreises abklären, ob die die Großtagespflegestelle in Sellnrod wieder zum Teil als gemeindlicher Kindergarten organisiert werden kann.

Dort könnten ab 1. August 2019 die Kinder unter drei Jahren weiterhin in der Tagespflege betreut werden und die Kinder über drei Jahren durch Erzieherinnen der Gemeinde. Auch dadurch könnten sehr schnell mehr als zehn Betreuungsplätze geschaffen werden. Insgesamt wolle die CDU erreichen, so Dr. Heuser, dass genügend Kindergartenplätze in der Gemeinde Mücke vorhanden sind, denn dadurch könne nachhaltig und dauerhaft erreicht werden, dass junge Familien in allen Ortsteilen bleiben und/oder wieder hierher ziehen.